Börse New York: Dow Jones schließt leicht im Plus

Börse New York
Dow Jones schließt leicht im Plus

Dank neuer Hoffnung auf eine Erholung am Immobilien- und Arbeitsmarkt haben sich die US-Börsen am Donnerstag etwas fester präsentiert. Die Zahl der in der Schwebe stehenden Hausverkäufe zog im Juli unerwartet an. Auch ein überraschender Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stützte den Markt.

HB NEW YORK. Positive Signale vom Immobilien- und Arbeitsmarkt haben den US-Börsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Zahl der in der Schwebe stehenden Hausverkäufe zog im Juli unerwartet an. Unterstützung bekam der Markt zudem von einem überraschenden Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher auf 10 320 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 10 253 und 10 320 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,9 Prozent auf 1090 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,1 Prozent auf 2200 Punkte. In Frankfurt bewegte sich der Dax hingegen nicht vom Fleck und schloss auf 6083 Stellen.

„Der Häusermarkt steht weiterhin vor großen Herausforderungen, aber zumindest scheint er sich zu stabilisieren“, sagte der Analyst Lawrence Glazer von Mayflower Advisors. „Viele Leute werden sich denken, dass sie zu pessimistisch gewesen sind.“ Die Stimmung der Börsianer hob auch der zweite Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Folge. Sie fielen in der Woche zum 28.

August um 6000 auf saisonbereinigt 472 000 - verharrten gleichwohl auf einem noch immer hohen Niveau. Experten hatten allerdings mit einem leichten Anstieg gerechnet. Der Job- und der Immobilienmarkt gelten als zwei der größten Sorgenkinder der Wirtschaftserholung in den USA. Mit Spannung warteten die Anleger auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht für August.

Auftrieb gaben am Donnerstag auch unerwartet gute Konsumzahlen. Bei mehreren großen US-Einzelhändlern fielen die Umsätze im vergangenen Monat besser als erwartet aus. Analysten warnten zwar angesichts der hohen Arbeitslosigkeit vor Rückschlägen, die Anleger griffen aber dennoch bei Titeln aus der Branche zu. So kletterten etwa die Papiere von Home Depot um 2,6 Prozent.

Das sich weiter drehende Übernahmekarussell ließ die Burger-King-Aktien um mehr als 25 Prozent auf 23,59 Dollar in die Höhe schnellen. Die zweitgrößte US-Fastfood-Kette geht für mehr als drei Mrd. Dollar an den Finanzinvestor 3G Capital. Bereits am Vortag hatten Spekulationen über ein Interesse von Finanzinvestoren an dem McDonald's-Rivalen die Aktien um 15 Prozent nach oben gezogen.

Das Übernahmeduell um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR ging derweil zu Ende. Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard erhöhte sein Angebot auf 33 Dollar und überbot damit das erneut aufgestockte Gebot des Rivalen Dell von 32 Dollar. 3PAR entschied sich daraufhin, seine Fusionsvereinbarung mit Dell aufzukündigen. 3PAR-Aktien kletterten um mehr als zwei Prozent auf 32,88 Dollar. HP-Papiere gewannen 1,2 Prozent, die von Dell knapp zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,96 Mrd. Aktien den Besitzer. 2102 Werte legten zu, 880 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,68 Mrd. Aktien 1639 im Plus, 952 im Minus und 124 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 100 Punkte. Sie rentierten mit 2,628 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 41/32 auf 102-28/32 und hatten eine Rendite von 3,715 Prozent.

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