Börse New York
Dow Jones schließt leicht im Plus

Die Anleger warteten weltweit mit Spannung auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed). Der Dow Jones notierte kaum verändert, die Investoren hielten ihr Pulver trocken. Gute Daten vom Immobilienmarkt stimmten optimistisch.
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HB NEW YORK. Die New Yorker Börsen haben nach den Äußerungen der US-Notenbank am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Die Fed will der zähen Erholung der US-Wirtschaft notfalls mit zusätzlichen Konjunkturstützen Beine machen. Neue milliardenschwere Geldspritzen zur Stärkung der Wirtschaft blieben bei der Zinssitzung der Zentralbank zwar aus. Die Notenbanker kündigten jedoch an, bei einer Eintrübung der Konjunkturlage geldpolitisch nachlegen zu wollen. Einige Experten rechnen damit, dass es bereits Anfang November soweit sein wird. Die Zentralbanker um Fed-Chef Ben Bernanke beließen den Leitzins wie erwartet in einem Band von null bis 0,25 Prozent.

Die Fed-Aussagen hätten die Markterwartungen erfüllt, sagten Händler. "Die Börsen brauchen nun Stabilität, um wieder klettern zu können.", sagte Ed Crotty von Davidson Investment Advisors.

Nachdem der S&P am Montag auf ein Vier-Monats-Hoch gestiegen war, nahmen Anleger Gewinne mit.

Der Dow-Jones-Index ging nach einer Berg- und Talfahrt 0,1 Prozent höher bei 10 761 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 10 717 und 10 833 Stellen.

Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 1140 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 2349 Punkte. Der Dax beendete den Handel 0,3 Prozent im Minus bei 6275 Punkten.

Positiven Immobiliendaten gelang es auch nicht, die Märkte zu beflügeln. Die Lage am Häusermarkt hellte sich im August überraschend kräftig auf. Die steigende Zahl der Wohnbaubeginne signalisierte, dass der kriselnde Häusermarkt nach dem Auslaufen staatlicher Steuergutschriften zunehmend auf eigenen Beinen stehen kann.

Nach der Rally am Vortag standen vor allem Technologiewerte im Fokus. Diese hatten besonders deutlich zugelegt, so dass nun gute Gewinne einzustreichen waren. Die Anteilsscheine von Cisco fielen 0,5 Prozent, die von Microsoft 1,1 Prozent.

Die in den USA gelisteten Aktien des weltgrößten Handy-Herstellers Nokia büßten knapp vier Prozent ein.

Der Apple-Rivale verschob erneut den Verkaufsstart seines neuen Smartphone-Flaggschiffes N8. Apple-Titel notierten dagegen 0,2 Prozent im Plus.

Zudem standen Bankentitel im Fokus, nachdem Reuters aus Kreisen erfahren hatte, dass die Bank of America in ihrer Investmentsparte fünf Prozent der Stellen streichen will. Die Papiere des größten US-Geldhauses verbilligten sich um 0,6 Prozent. Im Auge behielten die Investoren zudem Luftfahrtunternehmen. Der Branchenverband IATA geht davon aus, dass die Fluglinien in diesem Jahr deutlich höhere Gewinne ausweisen als erwartet. So kletterten die Titel von United Airlines 4,8 Prozent und die von Delta 3,5 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,05 Mrd. Aktien den Besitzer. 1064 Werte legten zu, 1899 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,13 Mrd. Aktien 983 im Plus, 1636 im Minus und 119 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1-1/32 auf 100-12/32. Sie rentierten mit 2,585 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-16/32 auf 101-16/32 und hatten eine Rendite von 3,793 Prozent.

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  • Ein weiterer typischer Fall von Fehlinformation - wie so viele dieser Art in letzter Zeit zu beobachten waren: Dem deutlichen Rückgang bei Ein- und Zwei- bis Vierfamilienhäsern steht eine Zunahme bei Fünf- und Mehrfamilienhäusern um 11% gegenüber, wobei jede Wohnung in den Appartementhäusern einzeln gezählt wird und natürlich demnach die Statistik verschönert unabhängig davon, ob sie vermietet oder verkauft ist. Der gesamte Leerstand zählt also mit. So lassen sich falsche Vorstellungen erzeugen, die zur beliebigen Manipulation einladen. Die Nachrichtenverbreiter sind nicht faul und sorgen für das gewünschte Echo an den Märkten. Von dieser mediokren Qualität ist der gegenwärtige Aufschwung an den börsen. Na, dann.

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