Börse New York
Dow Jones schließt über 11 000 Punkten

Die New Yorker Börsen verabschieden sich mit deutlichen Kursgewinnen ins Wochenende. Nach guten Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa schloss der Dow Jones über der pyschologisch wichtigen Marke von 11 000 Punkten. Auch die Chiphersteller legten zu.
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HB NEW YORK. Beflügelt von deutlichen Kursgewinnen beim Aluminiumgiganten Alcoa haben die New Yorker Börsen am Freitag freundlich geschlossen. Traditionell eröffnete der US-Konzern die Berichtssaison und überzeugte am Markt mit einer zuversichtlichen Prognose. Das Unternehmen rechnet mit einer merklichen konjunkturellen Belebung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,5 Prozent auf 11 006 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 10 929 und 11 032 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,6 Prozent auf 1165 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,8 Prozent auf 2402 Punkte vor. Auf Wochensicht erhöhte sich der Dow um 1,6 Prozent, der S&P ebenfalls um 1,6 Prozent und der Nasdaq um 1,3 Prozent.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 6292 Punkten aus dem Handel. Ein Rückschlag am Arbeitsmarkt im September verhinderte jedoch höhere Kursgewinne an der Wall Street. Die Zahl der Beschäftigten sank überraschend deutlich um 95 000.

Reuters-Analysten hatten indes damit gerechnet, dass die Zahl unverändert bleibt. Mit dem Stellenabbau schwinden die Chancen auf einen kräftigen Aufschwung in der weltgrößten Volkswirtschaft, die zu etwa 70 Prozent vom privaten Konsum abhängt. „Der Arbeitsmarktbericht war hässlicher als erwartet“, sagte Analyst Mark Tepper von Strategic Wealth Partners. Sein Kollege Jay Suskind von Duncan-Williams sagte: „Die Dinge, die Menschen über die Wirtschaft denken, haben sich nicht verändert. Sie rechnen immer noch damit, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik bald lockert. Wenn diese Arbeitszahlen etwas bewirken, dann, dass dieser Schritt wahrscheinlicher wird.“

Zu Beginn der Berichtssaison stand Alcoa im Mittelpunkt. Der Konzern geht davon aus, dass die weltweite Aluminium-Nachfrage in diesem Jahr um 13 Prozent zunimmt und nicht wie bislang veranschlagt um zwölf Prozent. An der Wall Street wurde diese Einschätzung freudig aufgenommen: Die Alcoa-Aktie sprang 5,7 Prozent in die Höhe.

Ebenfalls zu den Gewinnern gehörten die Anteilsscheine des Chip-Herstellers Micron, die 6,8 Prozent stiegen. Das Unternehmen enttäuschte zwar Analysten mit seinen Zahlen zum vierten Geschäftsquartal, konnte aber nach Bekanntgabe eines zehnjährigen Lizenzabkommens mit Samsung die Börsianer überzeugen. Die Aktien von Konkurrent Intel verteuerten sich mit 0,6 Prozent moderat. Motorola-Papiere gaben nach einer Herabstufung durch Citigroup 3,4 Prozent nach.

Gefragt waren die Aktien von JC Penney mit einem Plus von 2,7 Prozent. Zuvor hatte der sieben Mrd. Dollar schwere Hedgefonds Pershing Square Capital mitgeteilt, nunmehr 39 Mio. Anteilscheine der Kaufhauskette zu halten. Der Fonds setzt auf eine baldige Erholung des Konsums, wovon die Einzelhändler profitieren dürften.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,95 Mrd. Aktien den Besitzer. 2207 Werte legten zu, 748 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,01 Mrd. Aktien 1887 im Plus, 736 im Minus und 129 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 102-2/32 nach. Sie rentierten mit 2,390 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 18/32 auf 102-9/32 und hatten eine Rendite von 3,750 Prozent.

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