Börse New York
Dow Jones tritt auf der Stelle

Der Dow Jones bleibt aktuell noch unter 20.000 Punkten. Die goldene Marke konnte noch nie durchbrochen werden. Aufgrund eines Tweets von Donald Trump gehört der Rüstungskonzern Lockheed Martin zu den Verlierern.
  • 0

New YorkKurz vor Heiligabend haben sich Investoren am US-Aktienmarkt zurückgehalten. Die Umsätze blieben zum Wochenschluss gering. Dem Dow-Jones-Index der Standardwerte gelang es damit abermals nicht, die Rekordmarke von 20.000 Punkten zu überspringen. Er endete 0,1 Prozent höher bei 19.933 Zählern. „In der Zeit um Weihnachten und Neujahr irren die weltweiten Börsen zwischen Verlusten und Gewinnen umher auf der Suche nach einer Strategie für 2017“, sagte Marktanalyst Lukman Otunuga vom Brokerhaus FXTM in London. Der Nasdaq -Index rückte 0,3 Prozent auf 5462 Punkte vor. Der S&P 500 notierte kaum verändert auf 2263 Punkten.

Für Gesprächsstoff sorgte die Finanzwelt. Die Deutsche Bank einigte sich nach langem Verhandeln mit der US-Justizbehörde im Streit um Tricksereien auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt auf eine Strafe von sieben Milliarden Dollar. Anleger reagierten erleichtert, denn die Behörde hatte ursprünglich 14 Milliarden Dollar gefordert. Die Aktien des größten deutschen Geldhauses legten an der Wall Street moderate 0,2 Prozent zu. „Ein Riesen-Befreiungsschlag ist das nicht, aber der Vergleich reduziert die Unsicherheit“, sagte Union-Investment-Fondsmanager Ingo Speich.

Der Credit Suisse (CS) brummten die USA die höchste Strafe in der Schweizer Bankengeschichte auf. Tricksereien mit Hypotheken kosten die zweitgrößte Bank des Landes insgesamt 5,3 Milliarden Dollar. Die über den Erwartungen von Analysten liegende Belastung dürfte dem Institut zum zweiten Mal in Folge einen Jahresverlust einbrocken. Die auch in den USA notierten CS-Aktien gaben knapp ein Prozent nach. Die Papiere des Rüstungskonzerns Lockheed Martin ließen mehr als ein Prozent Federn. Der künftige US-Präsident Donald Trump hatte die Kosten für das Kampfflugzeug F-35 als zu hoch bezeichnet und Konkurrent Boeing aufgefordert, ein Angebot für das Modell F-18 Super Hornet vorzulegen. Unerwartet gute Konjunkturdaten spielten an der Börse keine Rolle. In den USA lief das Geschäft mit Einfamilienhäusern im November besser als gedacht. Die Zahl der verkauften Neubauten stieg zum Vormonat um 5,2 Prozent auf eine Jahresrate von 592.000 Einheiten.

Dies ist der höchste Stand seit vier Monaten. Zudem sind die US-Konsumenten nach dem Sieg von Donald Trump bei den US-Wahlen bester Laune. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Dezember auf 98,2 Punkte nach 93,8 Zählern im Vormonat. Das ist der höchste Stand seit Januar 2004. In Frankfurt hüpfte der Dax zwar kurz auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 11.480 Punkten, beendete den Handel aber 0,1 Prozent tiefer mit 11.449,93 Zählern. Der EuroStoxx50 schloss mit 3273,97 Punkten 0,1 Prozent im Plus. Auf Wochensicht legten die Indizes je rund ein halbes Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Dow Jones tritt auf der Stelle"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%