Börse New York Dow Jones zwischen Bangen und Hoffen

Schlechte Konjunkturdaten aus Europa lasten auf den Aktienmärkten in den Vereinigten Staaten. Damit nicht genug: Der US-Arbeitsmarkt enttäuscht wiederum. Der Dow Jones kann aber zwischenzeitliche Verluste wett machen. Vor allem Technologie- und Pharmawerte sind gefragt.
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Händler an der Wall Street: Konjunkturdaten lasten auf den Kursen. Quelle: dpa

Händler an der Wall Street: Konjunkturdaten lasten auf den Kursen.

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HB NEW YORK. Der Pessimismus weicht. Kursgewinne bei Hochtechnologie- und Pharmawerten haben den New Yorker Börsen am Donnerstag keinen dauerhaften Auftrieb geben können. Die Indizes tendierten uneinheitlich. Hin- und hergerissen zwischen positiven und negativen Konjunkturdaten fand der Markt keine einheitliche Richtung. Auf der anderen Seite gingen vom Immobilienmarkt positive Impulse aus, wo sich die Lage im August wieder etwas verbesserte. Aufs Jahr hochgerechnet wechselten 4,13 Millionen Häuser den Besitzer, das sind 7,6 Prozent mehr als im Monat zuvor.

Andererseits belasteten negative Konjunkturdaten aus Europa und schlechte US-Arbeitsmarktdaten den Handel. In der zurückliegenden Woche stellten überraschend viele Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe. Dadurch wurden Sorgen geschürt, dass sich die Bedingungen für die Arbeitnehmer noch nicht gebessert haben. Hinzu kam der Konjunkturindex der Einkaufsmanager in der Eurozone, der im September schlechter ausfiel als erwartet. Besonders Finanzwerte verloren, etwa von Citigroup, AIG und Wells Fargo.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,1 Prozent auf 10 730 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verzeichnete einen Abschlag von ebenfalls 0,1 Prozent auf 1133 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen um 0,5 Prozent auf 2346 Punkte vor. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schloss in Frankfurt mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 6184 Punkten.

Bei den Einzelwerten kam es bei den Aktien von Bionovo zu einer regelrechten Kursexplosion. Die Papiere des Pharmaunternehmens sprangen knapp 57 Prozent in die Höhe. Zuvor hatten die amerikanischen Gesundheitsbehörden den Plänen des Konzerns zur Herstellung des Wirkstoffkandidaten Menerba zur Behandlung von Hitzewallungen in der Menopause zugestimmt.

Die Anteilsscheine des Einzelhändlers Bed Bath & Beyond verteuerten sich um 4,6 Prozent, nachdem das Unternehmen unerwatet gute Zahlen vorgelegt hatte.

Die Papiere des Softwareherstellers Red Hat gehörten ebenfalls zu den Gewinnern und legten mehr als zwölf Prozent zu. Im abgelaufenen Quartal wirtschaftete der Konzern besser als von Analysten erwartet.

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