Börse New York
Dow schließt im Plus, Apple beutelt Nasdaq

Die enttäuschenden Zahlen versetzen dem Tech-Sektor einen Dämpfer. Doch überzeugende Quartalszahlen anderer Firmen beflügeln den Dow, und lassen die Wall Street uneinheitlich schließen.
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New YorkÜberraschend positive Bilanzen des Flugzeugbauers Boeing und des Maschinenherstellers Caterpillar haben dem Dow Jones am Mittwoch zu einem Gewinn verholfen. Viele Investoren trotzten den Quartalszahlen von Apple, die hinter den Erwartungen zurückblieben und die Nasdaq ins Minus zogen. Einen Dämpfer erhielten Optimisten auch mit Daten vom Immobilienmarkt: Die Zahl der verkauften Eigenheime fiel im Juni deutlich um 8,4 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Tag mit einem Plus von 0,5 Prozent und lag bei 12.676 Punkten. Er pendelte im Handelsverlauf zwischen den Marken 12.617 und 12.732. Der breiter gefasste S&P 500 zeigte sich mit einem Stand von 1337 Zählern praktisch unverändert. Der Nasdaq -Index sank um 0,3 Prozent auf 2854 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,25 Prozent bei 6406 Punkten.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres verfehlte Apple mit seinen Quartalszahlen die hochgesteckten Erwartungen. Der erfolgsverwöhnte Konzern muss der Krise in Europa Tribut zollen. Zudem warten viele Kunden mit dem Kauf eines iPhones, weil im Herbst eine komplett neue Variante erwartet wird. Die Anleger straften Apple ab. Der Kurs der Aktien gab um 4,3 Prozent nach.

Dagegen blickt der US-Flugzeughersteller Boeing optimistisch in die Zukunft und erhöhte seine Prognosen für Umsatz und Gewinn. Boeing-Papiere legten um 2,8 Prozent zu.

Auch der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar hob nach einem überraschend starken Gewinnanstieg im Frühjahr seinen Ausblick für dieses Jahr an. Im abgelaufenen Quartal übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten deutlich. Die Aktie wurde mit einem Plus von 1,4 Prozent gehandelt.

Für Investoren schlechte Nachrichten kamen dagegen von Ford, was den Aktienkurs um ein Prozent drückte. Der Autobauer rechnet in diesem Jahr mit einem Milliardenverlust im Europageschäft. Der Verlust sei eher struktureller denn zyklischer Natur.

Welchen Einfluss soziale Medien haben können, spürten Investoren der Einzelhandelskette J.C. Penney. Nachdem eine Moderedakteurin der Frauenzeitschrift "Marie Claire" die geplante Umgestaltung der Penney-Filialen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter lobte, schoss die Aktie um fast zehn Prozent in die Höhe. Zum Handelsschluss blieb ein Plus von 4,7 Prozent.

Einen kräftigen Kursaufschlag gab es auch für die Aktie des Softwareherstellers Symantec. Der bisherige Chef Enrique Salem muss überraschend seinen Posten räumen und wird durch Verwaltungsratschef Steve Bennett ersetzt. Manche Investoren setzen darauf, dass Bennett Firmenteile verkaufen oder das Unternehmen aufspalten könnte. Die Aktie gewann 13,5 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 1600 Werte legten zu, 1375 gaben nach, und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 1433 im Plus, 1001 im Minus und 142 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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