Börse New York
Dow schließt nach Zinsentscheid im Minus

Der verhalten optimistische Wirtschaftsausblick der US-Notenbank Fed hat am Mittwoch den Dow Jones ins Minus gedrückt. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index gab nach der Fed-Erklärung ein Teil seiner Gewinne ab. Nur der Nasaq konnte sein Plus verteidigen.

HB NEW YORK. Technologiewerte notierten dank der unerwartet guten Zahlen des Softwareherstellers Oracle klar im Plus. Für Unterstützung sorgten zudem neue Daten aus der US-Industrie und vom Immobilienmarkt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent im Minus bei 8299 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 8259 und 8428 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte dagegen 0,7 Prozent höher bei 900 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,6 Prozent auf 1792 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 2,7 Prozent fester bei 4836 Punkten.

Die US-Notenbank bekräftigte nach einer zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses, es gebe weiterhin Signale, dass die tiefste Rezession seit Jahrzehnten nachlasse. Auch die Gefahr einer Deflationsspirale - also einer für die Wirtschaft gefährlichen gegenseitigen Verstärkung sinkender Preise und nachlassender Nachfrage und Investitionsbereitschaft habe abgenommen. Einige Analysten hatte mit einem positiveren Ausblick gerechnet. "Die Fed schätzt die Lage etwas negativer ein als der Markt", sagte Anlage-Stratege Jim Awad.

Auf der Verliererseite standen den zweiten Tag in Folge die Aktien von Boeing. Der Airbus-Konkurrent hatte den fünften Aufschub des ersten Testflugs seiner 787-Maschine angekündigt. Dazu kam eine Herabstufung der Aktie durch Morgan Stanley. Die Boeing-Aktie schloss 5,8 Prozent im Minus.

Auch die Papiere des Saatgutriesen Monsanto büßten knapp vier Prozent ein. Der Konzern soll nach einem Gewinneinbruch umgebaut werden. Vor allem der Wettbewerb bei Unkrautvernichtungsmitteln macht Monsanto zu schaffen. Dieses Geschäft will das Unternehmen nun ausgliedern.

Bei den Tech-Werten zählten Oracle-Aktien zu den Gewinnern. Der Softwarehersteller lag mit seiner Bilanz für das vierte Quartal über den Markterwartungen. Oracle-Aktien legten um sieben Prozent zu.

Einige positive Signale zur Konjunktur erhielten die Anleger aus der US-Industrie: Diese sammelte im Mai überraschend viele Aufträge ein. Die Bestellungen für langlebige Güter wie Fahrzeuge und Computer lagen um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Zudem erhöhte sich in der kriselnden Immobilienbranche im vergangenen Monat der Mittelwert der Hauspreise auf den höchsten Stand seit Dezember, was Anleger positiv bewerteten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,1 Mrd. Aktien den Besitzer. 2188 Werte legten zu, 839 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,16 Mrd. Aktien 1584 im Plus, 1099 im Minus und 134 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 95-08/32. Sie rentierten mit 3,703 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 45/32 auf 96-24/32 und hatten eine Rendite von 4,443 Prozent.

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