Börse New York: Dow verzeichnet Fünf-Jahres-Hoch

Börse New York
Dow verzeichnet Fünf-Jahres-Hoch

Anders als an europäischen Börsen, wird an der Wall Street nach Handelsschluss gejubelt. Die meisten Papiere verbuchten deutliche Gewinne. Für Yahoo und Ford gibt es jedoch schlechte Nachrichten.
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New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag zumeist deutliche Gewinne verbucht. Besonders konjunkturunabhängige Aktien waren gefragt. In New York wurde offenbar mit der Rekordsumme von 55 Milliarden Dollar gearbeitet, die Investoren allein im Januar in Aktienfonds und börsennotierte Indexfonds (ETFs) gesteckt hatten. In Europa blieben Anleger in Erwartung neuer Hinweise zur US-Geldpolitik etwas vorsichtiger.

Der Dow-Jones der 30 Standardwerte legte 0,5 Prozent auf 13.954 Punkte zu - der höchste Schlussstand seit 2007. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.880 und 13.969 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 1507 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss nahezu unverändert bei 3153 Punkten. Der Dax ging 0,2 Prozent höher aus dem Handel bei 7848 Zählern.

Die US-Notenbank Fed will sich am Mittwoch dazu äußern, wie sie die konjunkturelle Lage der weltgrößten Volkswirtschaft einschätzt. Analysten erhoffen sich Hinweise darauf, ob die Notenbank angesichts zuletzt recht zuversichtlich stimmender Daten ihre Hilfen zurückfahren und absehbar weniger Anleihen aufkaufen wird. Derartige Spekulationen erhielten am Nachmittag allerdings einen Dämpfer, weil das US-Verbrauchervertrauen im Januar unerwartet stark zurückging.

In New York legten vor allem Aktien aus dem Gesundheits- und Telekommunikationssektor zu. Beim Pharmakonzern Pfizer wurden sprudelnde Gewinne mit einem Aufschlag von mehr als drei Prozent honoriert.

Im gleichen Maße konnte Eli Lilly zulegen, nachdem sich der Pharmariese trotz rückläufiger Gewinne positiv zur weiteren Geschäftsentwicklung geäußert hatte. Auch Anteilsscheine des als relativ konjunkturunabhängig geltenden Telekommunikationskonzerns AT&T legten 1,6 Prozent zu.

Nach einem positiven Start rutschte die Aktie des Internetkonzerns Yahoo drei Prozent ins Minus. Investoren stießen die Aktie ab, obwohl die neue Chefin Marissa Mayer den angezählten Internetpionier offenbar auf den Weg zurück in die Erfolgsspur lenkt. Bereits im laufenden Jahr soll sich die Frischzellenkur mit Hilfe von neugestalteten Internetseiten und übernommenen Startups auszahlen und Yahoo wieder wachsen. Im vierten Quartal fiel der Gewinn trotz Schwierigkeiten mit der erlösträchtigen Display-Werbung höher aus als von Analysten erwartet - obwohl unter dem Strich ein Minus von acht Prozent auf 272 Millionen Dollar stand.

Anleger straften Ford für eine unbefriedigende Geschäftsentwicklung ab, so dass die Titel 4,6 Prozent abrutschten. Dem zweitgrößten US-Autohersteller macht der schwache europäische Markt zu schaffen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 720 Millionen Aktien den Besitzer. 1728 Werte legten zu, 1234 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 1343 im Plus, 1103 im Minus und 145 unverändert.

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