Börse New York
Energiewerte sorgen vor Fed-Entscheid für Plus

Kurz vor dem mit Hochspannung erwarteten Zinsentscheid der Fed ist das Geschehen an der amerikanischen Börse erwartet ruhig. Die Anleger halten sich weitgehend zurück, die Wall Street geht mit einem Plus aus dem Tag.

New YorkEinen Tag vor der mit großer Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch mit Kursgewinnen notiert. Für Auftrieb sorgten Energiewerte, die vom gestiegenen Ölpreis profitierten. Börsianern zufolge wollten Investoren aber keine allzu großen Risiken eingehen und hielten sich zurück.

Die Fed entscheidet am Donnerstag, ob sie mit ihren seit längerem in Aussicht gestellten Zinsanhebungen beginnen wird oder diesen Schritt bis zu einem späteren Termin aufschiebt. An den Finanzmärkten geht einer Reuters-Umfrage zufolge eine knappe Mehrheit von Experten davon aus, dass der US-Leitzins noch nicht erhöht wird. "Ich finde nicht, dass die Fed bis Dezember damit warten sollte", sagte Marktstratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter Boston Private Wealth. Sonst werde die Volatilität an den Märkten bis zum Jahresende anhalten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher bei 16.739 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,9 Prozent auf 1995 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,6 Prozent auf 4889 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 10.227 Punkten aus dem Handel.

FedEx vergrault Börsianer mit Prognose

An der Wall Street standen Hewlett-Packard im Rampenlicht, die fünf Prozent in die Höhe schossen. Der Technologieriese plant nach der Konzernaufspaltung im Herbst einen weiteren Stellenkahlschlag. Insgesamt 33.300 Arbeitsplätze sollen binnen drei Jahren abgebaut werden.

Gestützt wurde der Markt von Energietiteln, die im Schnitt 2,8 Prozent zulegten. Exxon etwa zogen knapp zwei Prozent an. Hintergrund war ein deutlicher Anstieg des Ölpreises, der von einem überraschenden Rückgang der US-Reserven nach oben getrieben wurde.

Der Kurs des weltweit größten Bierbrauers Anheuser-Busch InBev rauschte in New York fast sieben Prozent in die Höhe. Der Konzern will dem Branchenzweiten SABMiller aus Großbritannien ein Übernahmeangebot unterbreiten.

Auf der Verliererseite standen dagegen FedEx. Die Aktie des Deutsche-Post -Rivalen sackte 4,9 Prozent ab, nachdem das Management die Gewinnprognose gesenkt hatte.

Ader New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 2358 Werte legten zu, 707 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,66 Milliarden Aktien 1753 im Plus, 1056 im Minus und 149 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 97-14/32. Die Rendite stieg auf 2,292 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 10/32 auf 96-1/32 und rentierte mit 3,079 Prozent. Händler erklärten die Kursabschläge mit der Unsicherheit der Investoren vor der Fed-Entscheidung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%