Börse New York
EZB-Geldregen beruhigt Wall Street kaum

Die Europäische Zentralbank konnte mit ihrem Drei-Jahres-Tender nicht für die erhoffte Zuversicht sorgen. Im Gegenteil: Es machten neue Sorgen die Runde. Verlierer des Tages ist die Softwareschmiede Oracle.
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New YorkDer Geldsegen der EZB für Europas Banken verschafft der Wall Street kaum Beruhigung. Die starke Nachfrage nach den neuen dreijährigen Krediten der Zentralbank stimmte Händler am Mittwoch nicht optimistisch. Im Gegenteil - nach dem Kurssprung am Dienstag machten erneut Sorgen über die Euro-Krise die Runde.

Anleger fürchteten, die Banken würden die Geldspritze nicht für den Aufkauf von Staatsanleihen benutzen. Auf der anderen Seite spekulierten Investoren zum Handelsschluss auf eine Jahresend-Rally und gaben damit den Kursen Auftrieb. Auf der Nasdaq lastete das unerwartet schwache Abschneiden des Softwarekonzerns Oracle und der darauf folgende Absturz der Aktie.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss nahezu unverändert bei 12.107 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 11.999 und 12.119 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1243 Punkten, ein Plus von 0,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ein Prozent und ging mit 2577 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von knapp einem Prozent bei 5791 Punkten aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten standen Papiere von Oracle, Nike und Walgreen nach der Vorlage von Geschäftszahlen im Vordergrund. Oracle verpasste erstmals seit rund zehn Jahren seine eigenen Geschäftsziele deutlich und sorgte damit an der Börse für bittere Enttäuschung. Das Papier stürzte deshalb um mehr als elf Prozent ab und riss IBM mit sich. Die Aktie verlor drei Prozent. „Eigentlich ist Oracle ja nur ein Technologiewert, aber es gibt Befürchtungen, dass die Zahlen etwas über die gesamte Wirtschaft aussagen könnten“, sagte Brad Sorensen von Charles Schwab. Die Konzerne seien - auch angesichts der Krise in Europa - unsicher, wie sich die Konjunktur weiter entwickeln werde. Aktien der größten US-Drogeriekette Walgreen verloren 0,4 Prozent, weil das Unternehmen einen Gewinnrückgang verschmerzen musste.

Nike dagegen konnte dank der starken Nachfrage in China einen überraschend hohen Gewinn vorweisen. Dies honorierten die Anleger mit einem Kursanstieg von 2,9 Prozent. Zu den Gewinnern gehörten auch die zuletzt stark gebeutelten Titel des Blackberry-Herstellers Research In Motion. Wie Reuters erfuhr, zeigten Amazon und andere Konzerne Interesse an einer Übernahme, wurden jedoch von den Kanadiern abgewiesen. Das unerwartete Interesse verhalf den RIM-Aktien zu einem Kurssprung von zehn Prozent. An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1842 Werte legten zu, 1156 gaben nach und 96 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1247 im Plus, 1290 im Minus und 143 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ein Volk wird versklavt!
    Die Exportgier der Industrieländer und deren Großkonzerne, durch Bestechung von korrupten Regierungen und Regierungsmitgliedern Griechenlands und mit der Mittäterschaft von deutschen und französischen Banken, hat zu dieser Überschuldung geführt.
    Jetzt wird ein ganzes Volk versklavt, während die Verantwortliche von Siemens, Mercedes, Krauss-Maffei, Ferrostaal, Dassault, etc., etc., die korrupte griechische Regierungsmitglieder und unsere Bankmanager, unbestraft, ein Leben in Luxus und Überfluss genießen können.
    Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Russland, in China, in Frankreich, in Italien und auch in der Türkei! Schaut auf dieses Volk und erkennt, daß ihr dieses Land und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!
    Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis dieser Kampf gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist.

  • Erst wenn die deutsche Vakuumpumpe aufhört Kapital ins Nichteuroausland zu transferieren wird sich die Lage im Euroraum noramlisieren.
    Die enorme Gewinne die deutsche Konzerne im Euroraum realisiert haben, sind fast allein ins Nichteuroausland reinvestiert worden. Bsp.: VW will grösster Autobauer der Welt werden und baut Fabriken in der ganzen Welt mit Gewinne aus dem Euroraum.
    Mir, als nicht Deutscher, ist es egal wer die Gewinne macht, Hauptsache die Wirtschaften der Euroländer brummen.
    Das ist aber wegen der deutschen Vakuumpumpe, nicht der Fall.
    Es ist eigentlich eine Kapitalflucht vom Euroraum ins Nichteuroausland, über den permanenten deutscher Leistungbilanzüberschuss, im Gange.
    Und das dürfen wir uns Europäer aller Couleurs nicht gefallen lassen, mit allen Mitteln, legal ode illegal, muss das verhindert werden.

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