Börse New York: EZB und Öl begeistern US-Anleger

Börse New York
EZB und Öl begeistern US-Anleger

Der Ölpreis erholt sich – das hat am Donnerstag die US-Anleger aus der Reserve gelockt. Auch Nachrichten von EZB-Chef Mario Draghi beflügelten die Börsen in New York. Im Fokus standen Verizon und Twitter.

New YorkSpekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa und ein Anstieg der Ölpreise haben die US-Börsen am Donnerstag in Schwung gebracht. Für gute Stimmung am Markt sorgten Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi, die auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa hindeuteten. Bis März will Draghi die bisherigen Maßnahmen auf den Prüfstand stellen. An den Leitzinsen rüttelte die Europäische Zentralbank (EZB) erwartungsgemäß nicht.

Während der seit langem anhaltende Ölpreisverfall auch am Donnerstag zunächst noch auf dem Aktiengeschäft lastete, wendete sich das Blatt zur Freude der Anleger im Handelsverlauf: Die Preise ließen ihr jüngstes Zwölfjahrestief deutlich hinter sich. US-Rohöl kostete mit 29,70 Dollar je Barrel 4,8 Prozent mehr, Brent verteuerte sich um 5,8 Prozent auf 29,50 Dollar.

Da die Unsicherheit und damit die Schwankungsanfälligkeit der Aktienmärkte allerdings weiterhin sehr hoch blieb, gaben die wichtigsten US-Indizes einen Großteil ihrer sehr kräftigen Gewinne bis Handelsschluss wieder ab. Der Leitindex Dow Jones Industrial konnte sich nicht über 16 000 Punkten halten.

Am Aktienmarkt pendelte der Dow-Jones-Index der Standardwerte im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.038 und einem Tief von 15.704 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 15.882 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,5 Prozent auf 1868 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen seine Gewinne kurz vor Börsenschluss ab und beendete den Handel kaum verändert auf einem Stand von 4472 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 9574 Zählern.

Der Blick auf die aktuellen US-Konjunkturdaten zeigte einen überraschenden Anstieg der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Der Philly-Fed-Index, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia misst, hellte sich dagegen im Januar unerwartet auf. Allerdings liegt er damit trotzdem zum fünften Mal in Folge im Schrumpfungsbereich, was nicht für eine anziehende Dynamik der US-Industrie im ersten Quartal spricht.

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