Börse New York
Facebook verhagelt der Wall Street das Wochenende

Überwiegend schlechte Nachrichten aus Europa haben die US-Anleger bekümmert. Im Fokus stand aber der enttäuschende Facebook-Börsengang. Er zog weitere Internetfirmen ins Minus - mit einer überraschenden Ausnahme.
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Ein enttäuschendes Börsendebüt des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook und eine Herabstufung spanischer Banken haben die US-Börsen am Freitag belastet. Die Aktie des Online-Treffpunkts ging bei ihrem Sprung auf das Handelsparkett auf Zickzackkurs.

Das Dividendenpapier legte zunächst bis auf 45 Dollar zu. Dann sackte es auf den Ausgabepreis von 38 Dollar ab. Zum Schluss blieb ein minimales Kursplus von 0,6 Prozent stehen.

Die Aktienmärkte weltweit hatten dem Facebook-IPO mit Spannung entgegengefiebert. Händler waren teilweise von Kursgewinnen von mehr als 50 Prozent ausgegangen. Das Netzwerk schrieb mit seiner Erstemission (IPO) Geschichte. Insgesamt 18,4 Milliarden Dollar werden erlöst, wenn auch eine Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird. Das ist der größte IPO eines Internet-Unternehmens aller Zeiten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 12.369 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.336 und 12.492 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,7 Prozent auf 1295 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,2 Prozent auf 2778 Stellen.

Vor der Facebook-Erstnotiz hatten die Indizes im Plus gelegen. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Minus von 3,5 Prozent, für den S&P von 4,3 Prozent und für die Nasdaq von 5,3 Prozent. In Frankfurt ging der Dax mit einem Abschlag von 0,6 Prozent auf 6271 Punkten aus dem Handel.

"Der Börsengang konnte nicht wie von einigen Händlern erhofft den Gesamtmarkt beflügeln", sagte Frank Davis von LEK Securities in New York mit Blick auf den Facebook-IPO.

Andere Unternehmen aus dem Bereich soziale Medien standen ebenfalls auf den Verkaufslisten der Börsianer. Die Anteilsscheine des Karrierenetzwerks LinkedIn verbilligten sich um 5,6 Prozent, die Dividendenpapiere des Schnäppchenportals Groupon um 6,6 Prozent. Die Aktien des Internetspiele-Anbieters Zynga brachen mehr als 13 Prozent ein.

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Gegen den von Facebook ausgelösten Abwärtstrend: Yahoo

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  • Wall Street hatte sich das Wochenende mit FB selbst versemmelt.

  • Wettkönige in Sachen Hype auf totale Werbung. Die Erklärung von Inhalten einer hochstylisierten Aktie einfach nonsens.

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