Börse New York

Fallender Ölpreis macht Anleger mürrisch

Die US-Börsen sind nach dem langen Wochenende mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen. Die Papiere von Amazon notierten erstmals in ihrer Geschichte über der Marke von 1000 Dollar.
Update: 30.05.2017 - 21:41 Uhr Kommentieren

Wall Street ist wieder mit dabei - Dax kaum verändert

Wall Street ist wieder mit dabei - Dax kaum verändert

New YorkDie US-Börsen haben sich am Dienstag nach dem langen Wochenende mit leichten Abschlägen präsentiert. Ein Grund ist Händlern zufolge der fallende Ölpreis. Schwindende Hoffnungen auf ein Ende der Ölschwemme setzten dem Rohstoff zu. Unsicherheiten über die politischen Turbulenzen in Washington sorgten zudem weiter für Unruhe am Markt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 21.029 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2413 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 6203 Punkte. Am Montag hatte die Wall Street wegen eines Feiertags geschlossen.

Von der Konjunkturseite kamen positive Nachrichten. Die US-Verbraucher gaben zu Beginn des zweiten Quartals wieder mehr Geld aus. Dies signalisiert eine anziehende Inlandskonjunktur, die wiederum den Weg für eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank freimachen könnte. Der private Konsum stieg im April um 0,4 Prozent zum Vormonat und damit so kräftig wie seit Dezember nicht mehr.

Bei den Einzelwerten schossen Protagonist Therapeutics 44 Prozent in die Höhe. Johnson & Johnson will zusammen mit dem Pharmakonzern ein Medikament gegen eine entzündliche Darmerkrankung entwickeln.

Zulegen konnten auch die Papiere von Amazon. Sie stiegen um rund 0,1 Prozent auf 996,7 Dollar. Im Verlauf hatten sie erstmals in ihrer Geschichte über der Marke von 1000 Dollar notiert.

Diese zehn Aktien laufen auch bei Flaute

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

+153,02 +1,15%
Chart von DAX ®
Leitindex DAX
1 von 11

Der bedeutendste deutsche Aktienindex ist der Dax. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider. Während es lange bergauf ging, herrscht aktuell jedoch Flaute: In dieser Woche hat sich der Dax mit einem Wochenplus von lediglich rund 0,11 Prozent kaum bewegt. Wer jedoch auf die richtigen Unternehmen setzte, konnte ordentlich Kasse machen. Zehn Konzerne legten zu – entgegen der allgemeinen Stagnation – und weisen ein solides Wachstum auf.

BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BAY0017
Börse
Xetra

+0,60 +0,58%
0,00€
Chart von BAYER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Bayer
2 von 11

Das Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer ist weltweit tätig und teilt sich in die Sparten Gesundheit, Ernährung und Kunststoffe. Der Konzern ist besonders gut im Bereich Schädlingsbekämpfung und Saatgutentwicklung aufgestellt. Analysten sehen die Übernahme des US-Konzerns Monsanto positiv. Geduldige Anleger wurden bei Bayer belohnt, über die ganze Woche berechnet (unser Kurs in der oberen rechten Ecke bezieht sich nur auf den Freitag) stieg die Aktie um rund 0,91 Prozent an – und schlug den Dümpel-Dax damit locker.

DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005810055
Börse
Xetra

+1,12 +1,15%
0,00€
Chart von DEUTSCHE BOERSE AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Börse
3 von 11

Die Deutsche Börse ist mit 37 Standorten in 29 Ländern global vertreten. Seit der 2007 vollzogenen Fusion der Terminbörse Eurex mit der US-amerikanischen ISE versteht sich der Konzern weltweit größter Betreiber von transatlantischen Marktplätzen für Derivate. Mit der Frankfurter Wertpapierbörse betreibt das Unternehmen die mit Abstand größte deutsche Börse. Auch wenn die Fusion mit der London Stock Exchange scheiterte, kehren die Anleger zurück: Die Aktie legte über die ganze Woche gerechnet um rund 1,15 Prozent zu und lag damit fast ein Prozent über der Wochenentwicklung des Dax-Index.

CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005439004
Börse
Xetra

+3,20 +1,30%
0,00€
Chart von CONTINENTAL AG INHABER-AKTIEN O.N.
Continental
4 von 11

Continental mit Sitz in Hannover gehört weltweit zu den größten Zulieferern der Automobilindustrie, für die er zahlreiche Komponenten und Module entwickelt und fertigt. Laut einer Analyse der Commerzbank von dieser Woche ist der Autozulieferer und Reifenhersteller stark gewachsen und konnte seine Erwartungen beim Umsatz in allen Bereichen übertreffen. Die Anleger honorierten dieses Lob – die Aktie stieg über die gesamte Woche gerechnet um rund 1,23 Prozent.

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
Xetra

0,00 0,00%
0,00€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Telekom
5 von 11

Die Deutsche Telekom ist im Bereich der Telekommunikation in Europa und auch weltweit einer der größten Spieler. Privatkunden werden mit Festnetz, Mobilfunk, Internet und TV, Konzerne mit Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie versorgt. Laut Analysten fällt der Konzern durch einen zwar langsamen, aber steten Fortschritt auf. Mut macht Anlegern der Ausbau des Glasfasernetzes und die möglichen Einsparungen durch eine Fusion der US-Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem US-Wettbewerber Sprint. In der aktuellen Woche legte die Aktie ganze 1,44 Prozent zu.

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

-0,01 -0,09%
0,00€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE
6 von 11

Der Energiekonzern RWE ist eines der fünf größten Strom- und Gasunternehmen in Europa. RWE fördert Öl, Gas und Braunkohle und erzeugt Strom aus Gas, Kohle, Kernkraft und regenerativen Quellen. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE von 13,50 auf 16 Euro angehoben und stuft die Aktie auf „Hold“ ein. An der Börse entwickelten sich die Papiere in dieser Woche 1,46 Prozent nach oben.

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
Xetra

+0,26 +1,04%
0,00€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon
7 von 11

Der Tech-Hersteller Infineon entwickelt, fertigt und vermarktet eine breite Palette von Halbleiterprodukten und kompletten Systemlösungen für ausgewählte Anwendungsbereiche. Ein Wachstumsbereich soll das Geschäft mit der Autoindustrie sein, Geschäftsperspektiven gibt es mittelfristig auch für Infineons Siliziumkarbid-Technologie. Die Aktie kletterte diese Woche um satte rund 2,05 Prozent.

Die Diskussionen um die finanzielle Zukunft Griechenlands und um baldige Neuwahlen in Italien bereitete europäischen Anlegern Kopfzerbrechen. Der Dax schloss 0,2 Prozent im Minus bei 12.598 Punkten und der EuroStoxx50 büßte 0,5 Prozent auf 3561 Zähler ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 1132 Werte legten zu, 1801 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,67 Milliarden Aktien 1001 im Plus, 1876 im Minus und 190 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 11/32 auf 101-14/32. Die Rendite sank auf 2,2115 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 21/32 auf 102-11/32 vor und rentierte mit 2,8826 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Käufen der Investoren zum Monatsende zur Rebalancierung des Portfolios.

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