Börse New York
Fallender Ölpreis macht Anleger mürrisch

Die US-Börsen sind nach dem langen Wochenende mit leichten Abschlägen aus dem Handel gegangen. Die Papiere von Amazon notierten erstmals in ihrer Geschichte über der Marke von 1000 Dollar.
  • 0

New YorkDie US-Börsen haben sich am Dienstag nach dem langen Wochenende mit leichten Abschlägen präsentiert. Ein Grund ist Händlern zufolge der fallende Ölpreis. Schwindende Hoffnungen auf ein Ende der Ölschwemme setzten dem Rohstoff zu. Unsicherheiten über die politischen Turbulenzen in Washington sorgten zudem weiter für Unruhe am Markt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 21.029 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2413 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 6203 Punkte. Am Montag hatte die Wall Street wegen eines Feiertags geschlossen.

Von der Konjunkturseite kamen positive Nachrichten. Die US-Verbraucher gaben zu Beginn des zweiten Quartals wieder mehr Geld aus. Dies signalisiert eine anziehende Inlandskonjunktur, die wiederum den Weg für eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank freimachen könnte. Der private Konsum stieg im April um 0,4 Prozent zum Vormonat und damit so kräftig wie seit Dezember nicht mehr.

Bei den Einzelwerten schossen Protagonist Therapeutics 44 Prozent in die Höhe. Johnson & Johnson will zusammen mit dem Pharmakonzern ein Medikament gegen eine entzündliche Darmerkrankung entwickeln.

Zulegen konnten auch die Papiere von Amazon. Sie stiegen um rund 0,1 Prozent auf 996,7 Dollar. Im Verlauf hatten sie erstmals in ihrer Geschichte über der Marke von 1000 Dollar notiert.

Die Diskussionen um die finanzielle Zukunft Griechenlands und um baldige Neuwahlen in Italien bereitete europäischen Anlegern Kopfzerbrechen. Der Dax schloss 0,2 Prozent im Minus bei 12.598 Punkten und der EuroStoxx50 büßte 0,5 Prozent auf 3561 Zähler ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 770 Millionen Aktien den Besitzer. 1132 Werte legten zu, 1801 gaben nach und 155 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,67 Milliarden Aktien 1001 im Plus, 1876 im Minus und 190 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 11/32 auf 101-14/32. Die Rendite sank auf 2,2115 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 21/32 auf 102-11/32 vor und rentierte mit 2,8826 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit Käufen der Investoren zum Monatsende zur Rebalancierung des Portfolios.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Fallender Ölpreis macht Anleger mürrisch"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%