Börse New York
Fed-Ausblick versetzt Anleger in Bestlaune

Die Fed hat gesprochen und die Börsen reagierten mit Euphorie: Der Handel drehte nach einem flauen Auftakt schnell ins Plus, der Dow Jones knackte die 18 000-Punkte-Marke . Für Enttäuschung sorgte die Prognose von FedEx.
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New YorkDer Zinsausblick der US-Notenbank Fed hat die US-Börsen am Mittwoch beflügelt. Nach einem zunächst schwachem Auftakt drehte die Wall Street im späten Handel ins Plus. Die Fed bereitet die Finanzmärkte behutsam auf die nahende Zinswende vor. Bei der geldpolitischen Straffung dürfte sie dieses Jahr jedoch behutsamer vorgehen als gedacht. Die Zentralbanker selbst schätzen, dass der Schlüsselzins Ende 2015 bei 0,625 Prozent liegen wird. Noch im Dezember hatten sie mit 1,12 Prozent ein weit höheres Niveau veranschlagt.

Portfoliomanager John Carey von Pioneer Investment Management sagte, die Notenbanker hätten es mit der Zinswende nicht so eilig wie erwartet. Sie hätten sich nicht auf einen genauen Termin dafür festgelegt. "Die Fed räumte sich die Flexibilität ein, die Zinsen jederzeit anzuheben, aber auch die Flexibilität, das nicht zu tun", sagte Carey. "Denn wir haben weiter die Situation mit dem starken Dollar und zugleich durchwachsene Wirtschaftsdaten."

Der Dow-Jones-Index schloss 1,3 Prozent höher auf 18.076 Punkten. Der S&P 500 gewann 1,2 Prozent auf 2099 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,9 Prozent auf 4982 Punkte zu. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent tiefer bei 11.922,77 Punkten.

Bei den Einzelwerten standen standen die Aktien des US-Paketdienstes FedEx mit einem Abschlag von 1,4 Prozent auf der Verliererseite. Die Gewinnprognose des Deutsche-Post -Konkurrenten für das Geschäftsjahr 2015 lag leicht unter den Erwartungen von Analysten.

Punkten konnten dagegen Oracle : Zwar stagnierte der Umsatz des US-Softwareherstellers im dritten Geschäftsquartal, jedoch kam laut Händlern die um 25 Prozent erhöhte Quartalsdividende gut an. Die Aktien des SAP -Rivalen legten 2,9 Prozent zu.

Mehr als drei Prozent abwärts ging es dagegen für Adobe. Der Softwarekonzern Adobe Systems konnte nicht so viele Nutzer für seine neuen Internet-Abonnements begeistern wie erwartet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien den Besitzer. 2549 Werte legten zu, 547 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 1691 im Plus, 1029 im Minus und 157 unverändert.

Der Zinsausblick der Fed gab den US-Kreditmärkten Aufwind. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 1-4/32 auf 100-19/32. Die Rendite sank auf 1,9321 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 2-1/32 auf 99-20/32 und rentierte mit 2,5179 Prozent. .

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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