Börse New York
Fed-Bericht gibt Wall Street Auftrieb

Die Fed will die Zinswende weiter hinziehen, die Anleger ermunterte das. Nach dem Bericht der US-Notenbank gingen die Kurse an der Wall Street wieder nach oben. Für Enttäuschung sorgten schlechte Konjunkturdaten.

New YorkAn der Wall Street haben am Donnerstag Spekulationen auf eine Verschiebung der Zinswende für stärkere Zahlen gesorgt. Auslöser war das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed), das im Handelsverlauf veröffentlicht wurde. Demnach gibt es im Fed-Führungskreis einige Mitglieder, die vor einer vorschnellen Zinserhöhung warnen. Sie argumentieren, die Fed könne ihre Glaubwürdigkeit riskieren, wenn die Inflation niedrig bleiben sollte. Manche Aktienstrategen lasen aus dem Protokoll eine eher geringe Tendenz heraus, die Zinsen erstmals seit fast zehn Jahren wieder anzuheben. Investoren warteten zudem auf die Quartalszahlen des Aluminiumriesen Alcoa, der nach Börsenschluss traditionell die US-Bilanzsaison einläuten sollte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,8 Prozent höher mit knapp 17.051 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,9 Prozent auf 2013 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,4 Prozent auf fast 4811 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit 9993 Punkten 0,2 Prozent höher aus dem Handel.

An der Wall Street standen die Aktien des Datenspezialisten EMC im Fokus, die 4,7 Prozent zulegten. Der Computer-Konzern Dell erwägt einem Insider zufolge die Übernahme des Unternehmens für rund 50 Milliarden Dollar, um sein Geschäft mit Firmenkunden zu stärken.

Die Papiere von Fiat Chrysler zogen 4,6 Prozent an. Der Autobauer hatte mit der Gewerkschaft einen neuen Tarifvertrag ausgehandelt und damit einen Streik abgewendet.

Alcoa-Titel schlossen vor Veröffentlichung des Vierteljahresberichts 0,6 Prozent fester.

Die Kursgewinne an den Börsen zogen Anleger von den US-Kreditmärkten ab. Die zehnjährigen Papiere verloren 12/32 auf 99-3/32. Die Rendite stieg auf98-22 2,1 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 1-3/32 auf /32 und rentierte mit 2,94 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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