Börse New York
Fed-Entscheidung lässt Börsianer kalt

Die ganze Woche warteten die Anleger auf die Entscheidung der US-Notenbank Fed. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Die Notzenbanker drehen weiter am Geldhahn. Der Dow Jones notiert zum Handelsende leicht im Plus.
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HB NEW YORK. Die Würfel sind gefallen. Die US-Notenbank öffnet wieder die Geldschleusen und will bis Ende des zweiten Quartals 2011 weitere Staatsanleihen für 600 Milliarden Dollar erwerben. Ziel ist, die der Rezession inzwischen zwar entronnene, aber noch immer nur schwach wachsende Wirtschaft anzukurbeln und so mehr Jobs zu schaffen. Fed-Chef Ben Bernanke begründete den Beschluss mit der Misere am Arbeitsmarkt. Die Erholung der Wirtschaft gehe nur sehr langsam voran.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent höher auf 11 215 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11 097 und 11 226 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 1198 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2540 Punkte. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 6618 Punkten.

Der Sieg der Republikaner im Repräsentantenhaus und die Zugewinne im Senat spielten am Markt kaum eine Rolle. Unerwartet gute Konjunkturdaten wurden von den Börsianern positiv aufgenommen. Das Wachstum der US-Dienstleister gewann im Oktober an Tempo. Der Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 54,3 von 53,2 Zählern im September. Auch die Auftragslage der US-Industrie verbesserte sich im September unerwartet stark. In der Privatwirtschaft wurden zudem im Oktober überraschend viele neue Stellen geschaffen. Einer Erhebung der Arbeitsagentur ADP zufolge stieg die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 43 000.

Auf Unternehmensseite standen die Quartalszahlen von Time Warner im Blickpunkt. Der Medien-Gigant konnte nicht an frühere Kinoerfolge wie "Harry Potter und der Halbblutprinz" und "Hangover" anknüpfen. Der Gewinn fiel im Quartal um ein Fünftel auf 522 Millionen Dollar. Die Aktie gab rund ein Prozent nach.

Oracle-Papiere ließen mehr als Prozent Federn. In dem Rechtsstreit zwischen SAP und seinem US-Rivalen steht Kreisen zufolge möglicherweise eine Teil-Einigung bevor. SAP habe zugestimmt, 120 Millionen Dollar an Oracle zu zahlen, erfuhr Reuters aus Kreisen. Im Gegenzug verzichte Oracle darauf, von SAP Strafzahlungen zu fordern.

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