Börse New York
Fed-Gouverneurin beruhigt die Märkte

Nach anfänglichen Verlusten haben sich die US-Börsen am Montag erholt. Verantwortlich dafür machen Experten eine Aussage der Fed-Gouverneurin Lael Brainard. Im Fokus standen auch geplante und geplatzte Fusionen.

New YorkAn der Wall Street drehten die Kurse am Montag nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Damit machten sie einen kleinen Teil ihrer deutlichen Abschläge vom Freitag wett. Die US-Börsen reagierten auf Äußerungen von Fed-Gouverneurin Lael Brainard. Diese warnte vor einem zu frühen Ende der lockeren Geldpolitik zur Stützung der Wirtschaft.

Anders als viele Experten meinten, könnte der Arbeitsmarkt die Vollbeschäftigung noch nicht erreicht haben, sagte sie. Daher erscheine eine Straffung der Geldpolitik weniger zwingend. Dies dämpfte Sorgen unter den Anlegern vor einem baldigen Ende des billigen Geldes.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent höher auf 18.325 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 1,5 Prozent auf 2159 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 5211 Stellen. In Frankfurt fiel der Dax um 1,3 Prozent auf 10.431,77 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls mehr als ein Prozent.

Im frühen Handel an der Wall Street hatte noch die Furcht vor einem baldigen Abebben der Flut an billigem Geld die US-Anleger in die Flucht geschlagen. Zum Ende der Vorwoche war es mit den US-Börsen im Schnitt um über zwei Prozent nach unten gegangen. Überwiegend wird an den Terminmärkten erst für Dezember mit einer Zinserhöhung in der weltgrößten Volkswirtschaft gerechnet.

Vor dem Wochenende hatte sich Eric Rosengren, Vorsitzender der regionalen Notenbank von Boston, gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Denn ansonsten drohe die amerikanische Wirtschaft zu überhitzen. Das hatte dem Dow Jones den größten Tagesverlust seit dem Brexit-Votum Ende Juni eingebrockt.

Am Montag mahnte zunächst Dennis Lockhart, als Vorsitzender der regionalen Notenbank von Atlanta ein weiterer ranghoher Notenbanker, eine „lebhafte“ Debatte über eine zeitnahe Zinsanhebung an. Allerdings hat er - anders als Rosengren und Brainard - derzeit kein Stimmrecht im geldpolitischen Fed-Ausschuss FOMC, der kommende Woche über die weitere Geldpolitik entscheidet. Eine Zinserhöhung würde die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Bis zum Zinsentscheid sind nun keine Kursimpulse mehr von der amerikanischen Notenbank zu erwarten: An den letzten Tagen davor gilt traditionell eine Kommunikationssperre, die sich die Währungshüter selbst auferlegt haben.

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