Börse New York
Fed-Signal treibt Kurse in die Höhe

Hebt die US-Notenbank Fed bald den Leitzins? Diese Frage hat die Wall Street am Mittwoch beschäftigt - und zum Börsenschluss die Kurse angetrieben. Selbst die Aktien von Ölkonzernen machten Gewinne.
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New YorkDie New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch deutlich im Plus geschlossen. Der ohnehin freundliche Handelstag hellte sich für die Anleger nach der Sitzung der US-Notenbank noch weiter auf, als die Fed erklärte, sie könne die Normalisierung der Geldpolitik geduldig angehen.

Laut Fed-Chefin Janet Yellen wird es wahrscheinlich noch nicht auf "einer der beiden nächsten Sitzungen" - also im Januar oder März - soweit sein. An den Märkten wird damit gerechnet, dass die Notenbank erst Mitte 2015 die Zinswende einläuten wird.

Nach drei verlustreichen Tagen in Folge schloss der Dow-Jones-Index bei 17.356 Punkten 1,7 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.069 und 17.389 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2012 Zählern zwei Prozent höher aus dem Handel - der stärkste Anstieg seit mehr als einem Jahr. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 2,12 Prozent und schloss bei 4644 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9544 Punkten und damit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel gegangen.

Experten verwiesen auf die Fed-Sitzung als Grund für den Anstieg in der zweiten Hälfte des Handelstags. "So wie ich das sehe, gab es keine Überraschungen", sagte Cameron Hinds von Wells Fargo Private Bank zu der Erklärung der Notenbank. Entsprechend positiv habe der Markt reagiert: "Das ist in gewisser Weise ein Seufzer der Erleichterung."

Alle 30 im US-Leitindex Dow Jones notierten Werte verbuchten Gewinne. Spitzenreiter waren die Papiere des Ölkonzerns Chevron Corp. Sie verteuerten sich um mehr als vier Prozent, nachdem die Ölpreise ihre jüngste Talfahrt unterbrochen hatten. Die Papiere des Konkurrenten ExxonMobil rückten um gut drei Prozent vor.

Die Aktien des Paketdienstes FedEx fielen nach unerwartet schwachen Geschäftszahlen um 3,7 Prozent. Dagegen schossen die Titel des Medizingeräte-Herstellers Volcano um 55 Prozent in die Höhe, weil der niederländische Siemens -Rivale Philips das Unternehmen mit einem kräftigen Aufschlag auf den Schlusskurs vom Dienstag für 1,2 Milliarden Dollar übernimmt.

Die Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba bescherte dem Herzfeld Caribbean Basin Fund einen Kurssprung von 29 Prozent. Der Fonds ist auf Unternehmen spezialisiert, die seiner Ansicht nach am meisten von einem Ende des Wirtschaftsembargos profitieren würden.

Der Euro fiel auf 1,2339 US-Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,048 Milliarden Aktien den Besitzer. 2777 Werte legten zu, 353 gaben nach und 79 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Milliarden Aktien 2214 im Plus, 545 im Minus und 108 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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