Börse New York
Fed-Spekulationen helfen Wall Street ins Plus

Überraschend schwache Konjunkturdaten schüren Hoffnungen auf eine Verschiebung der Zinswende in den USA. An der Wall Street steigen daher die Kurse. Bei den Einzelwerten rückt Fiat Chrysler in den Mittelpunkt.

New YorkTrotz der Unsicherheit vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) hat die Wall Street am Dienstag freundlich tendiert. Der Handel war allerdings insgesamt stark von Vorsicht geprägt. Manche Börsianer äußerten die Hoffnung, dass die Fed am Donnerstag mit ihren Zinserhöhungen beginnen wird und damit für Gewissheit sorgt. „Wenn sie die Zinsen diese Woche nicht anheben, wäre das ein schlechtes Signal“, sagte Art Hogan, Marktstratege beim Wertpapierhändler Wunderlich Securities. „Die Fed würde größeren Schaden anrichten, wenn sie mit der Anhebung bis Dezember wartet, als wenn sie den Normalisierungsprozess startet.“ Neue Konjunkturdaten lieferten ein gemischtes Bild. Während im August die Einzelhandelsumsätze weiter zulegten, ging die Industrieproduktion überraschend stark zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent höher auf 16.599 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 1,3 Prozent auf 1978 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 1,1 Prozent auf 4860 Punkte. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 10.188 Punkten in den Feierabend.

Unter den Einzelwerten zogen Fiat Chrsyler die Aufmerksamkeit auf sich. Der Kurs des Autoherstellers legte 3,4 Prozent zu. Investoren reagierten erleichtert auf die Ankündigung der Gewerkschaft, die Tarifverhandlungen mit dem Management fortzusetzen. Dadurch rückt ein möglicher Streik in die Ferne.

Die Aktie von GW Pharmaceuticals schoss an der Nasdaq 7,5 Prozent in die Höhe. Die britische Pharmafirma hatte zuvor positive Studienergebnisse präsentiert. Diese nähren Hoffnungen, dass sich mit Cannabis Schizophrenie behandeln lässt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 2123 Werte legten zu, 925 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1930 im Plus, 869 im Minus und 153 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben vor der Fed-Sitzung bei dünnen Umsätzen deutlich nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 28/32 auf 97-18/32. Die Rendite stieg auf 2,278 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 2-5/32 auf 96-14/32 und rentierte mit 3,058 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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