Börse New York
Fed-Spekulationen lähmen den Dow Jones

Aussagen führender Fed-Mitglieder über weitere Zinserhöhungen bremsten die Wall Street zum Wochenauftakt. Bei den Einzelwerten nahm Monsanto hingegen Fahrt auf. Bayers Übernahmeangebot beflügelt den US-Saatguthersteller.

New YorkEin Kursplus bei Apple-Aktien hat am Montag an der Wall Street wichtige Indizes fast im gesamten Handelsverlauf beflügelt. Zuletzt war berichtet worden, dass der iPhone-Hersteller seine Zulieferer auf 72 bis 78 Millionen Geräte eingestellt hat. Die Markterwartungen liegen derzeit aber nur bei 65 Millionen. Der iPhone-Absatz war in den ersten drei Monaten 2016 um zehn Millionen auf 51,2 Millionen Geräte gesunken. Zum Handelsschluss drehten die Indizes jedoch wieder leicht in den roten Bereich. Das Augenmerk der Anleger richtete sich wieder mehr auf die Notenbank und deren Zinspolitik.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 17.492 Punkten 0,05 Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.480 und 17.550 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 2048 Zählern 0,21 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor 0,08 Prozent und schloss bei 4765 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9842 Punkten und damit einem Minus von 0,74 Prozent aus dem Handel gegangen.

"Der Fokus bleibt auf dem nächsten Schritt der Fed und wenn man sich die Konjunkturindikatoren aus der letzten Woche anschaut, deuten diese daraufhin, dass sich die Wirtschaft verbessert", sagte Ökonom Peter Cardillo von First Standard Financial. Mehrere Führungsmitglieder der US-Notenbank nährten am Montag Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung. John Williams vom Fed-Ableger in San Francisco sagte, es seien noch zwei bis drei Schritte nach oben in diesem Jahr drin. Dies spricht zwar für eine robuste Konjunktur, macht aber auch Anleihen gegenüber Aktien wieder attraktiver.

Im Blickpunkt standen die Aktien von Monsanto, die sich um 4,41 Prozent auf 106 Dollar verteuerten. Bayer will den US-Saatgutriesen für 62 Milliarden Dollar kaufen. Je Aktie entspricht das einer Offerte von 122 Dollar. Es wäre die bislang größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen. Bayer-Papiere büßten in Frankfurt wegen der Höhe der Offerte fast sechs Prozent an Wert ein.

Unter Druck standen in den USA die Papiere von Tribune Publishing. Sie gaben mehr als 15 Prozent nach. Der Herausgeber der "Los Angeles Times" und "Chicago Tribune" lehnte das jüngste Übernahmeangebot durch den Verlag Gannett ab. Gannet-Anteilsscheine lagen 2,35 Prozent im Minus.

Die in New York gehandelten Aktien des englischen Fußballclubs Manchester United stiegen um 1,42 Prozent. Der Verein trennt sich vorzeitig von seinem Trainer Louis van Gaal. Medienberichten zufolge soll ihm der frühere Chelsea-Trainer Jose Mourinho nachfolgen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 819 Millionen Aktien den Besitzer. 1479 Werte legten zu, 1521 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1487 im Plus, 1331 im Minus und 147 unverändert.

An den Kreditmärkten stiegen die Renditen in Erwartung einer Zinsanhebung durch die Notenbank Fed. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 3/32 auf 98-2/32. Sie rentierten mit 1,84 Prozent. Die 30-jährigen Bonds stiegen um 5/32 auf 97-10/32 und hatten eine Rendite von 2,63 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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