Börse New York: Fed-Zinsausblick bremst die Wall Street

Börse New York
Fed-Zinsausblick bremst die Wall Street

In New York gehen die Anleger im Vorfeld auf die Ergebnisse des Offenmarktausschusses der Federal Reserve in Deckung. Im Fokus steht der Zeitpunkt der Zinswende. Konkret geht es um das Wort „geduldig“.
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New YorkEinen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve haben sich die Anleger an der Wall Street mit Käufen zurückgehalten. "Die Leute warten darauf, dass die Fed für eine gewisse Klarheit sorgt, wie es weitergeht", sagte Marktstratege Michael O'Rourke von Jones Trading. Die Aktienmärkte hoffen auf neue Hinweise, wann die Zinsen wieder angehoben werden. Die meisten Volkswirte gehen davon aus, dass die Notenbanker das Wort "geduldig" aus ihrer Erklärung streichen und damit das Nahen der Zinswende signalisieren werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent tiefer mit 17.849 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,3 Prozent auf 2074 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,2 Prozent auf 4937 Punkte zu.

Zu den Verlierern zählten vor allem die Aktien von rohstoffabhängigen Unternehmen. Der Chemieriese Dupont büßte 3,1 Prozent an Börsenwert ein. Der Branchenindex für den Energiesektor lag 0,5 Prozent tiefer, belastet von einem Rückgang des Ölpreises.

American Airlines dagegen schossen fast sieben Prozent in die Höhe. Zuvor war bekanntgeworden, dass die Titel der Fluggesellschaft in den S&P-500-Index aufgenommen werden.

Der Kurs der Schuhhandelskette DSW legte vier Prozent zu. Der Geschäftsausblick des Managements fiel besser aus als erwartet.

In Frankfurt schloss der Dax 1,5 Prozent im Minus auf 11.980,85 Punkten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1429 Werte legten zu, 1609 gaben nach und 134 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1383 im Plus, 1330 im Minus und 170 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten bei dünnen Volumina zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 13/32 auf 99-17/32. Die Rendite fiel auf 2,054 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-10/32 auf 97-22/32 und rentierte mit 2,612 Prozent. Vor dem Fed-Zinsentscheid hätten die Anleger vorsichtig agiert. Die Kursbewegungen seien wegen der geringen Umsätze übertrieben, sagten Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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