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Fed-Zinserklärung stützt Wall Street

Die Einschätzung der US-Konjunktur durch die Währungshüter der Notenbank Fed sorgt an der Wall Street für gute Laune. Ob die Zinswende im September kommt, blieb jedoch weiter offen. Die wichtigen Indizes legten zu.
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Die Anleger haben heute die Twitter-Aktie im Blick. Das schwacher Kurswachstum des Kurznachrichtendienstes verschreckt die Investoren. Quelle: dpa
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Die Anleger haben heute die Twitter-Aktie im Blick. Das schwacher Kurswachstum des Kurznachrichtendienstes verschreckt die Investoren.

(Foto: dpa)

New YorkEine optimistische Einschätzung der US-Konjunktur durch die Notenbank Fed hat die Wall Street am Mittwoch gestützt. Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt hätten an Stärke zugelegt, erklärten die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen nach ihrer Zinssitzung. Sie ließen allerdings offen, ob sie im September mit der Zinswende beginnen werden.

Aktuell belässt die Fed den Zinssatz bei null bis 0,25 Prozent. Die Notenbank habe wie erwartet keine Änderungen in ihrem Ausblick vorgenommen, und die Investoren seien damit offenbar zufrieden, sagte der Marktstratege Peter Kenny von der Clearpool Group in New York.

Facebook verunsichert Investoren

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,7 Prozent auf 17.751 Punkte zu. Auch der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,7 Prozent auf 2108 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,4 Prozent auf 5111 Stellen. In Europa, wo die Börsen vor der Fed-Mitteilung schlossen, hatten Anleger Aktien nur mit spitzen Fingern angefasst. Dax und EuroStoxx50 pendelten um ihre Schlusskurse vom Vortag. Der deutsche Leitindex schloss 0,3 Prozent fester bei 11.211 Punkten.

Die lukrativsten Märkte der letzten 20 Jahre
Platz 18: Japan
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Die Sutor Bank hat die 18 wichtigsten Aktienmärkte der Welt im Zeitraum von 20 Jahren untersucht, um herauszufinden, welcher Markt die stärkste Performance hatte. In der Auswertung der Hamburger Privatbank kommt Japan auf den letzten Platz. „Das war durchaus erwartbar“, kommentierte Lutz Neumann, Leiter der Vermögensberatung der Sutor Bank, das schlechte Abschneiden Japans. Auf den anderen Plätzen fanden sich allerdings ein paar Überraschungen.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 0,19 Prozent pro Jahr

Platz 17: Österreich
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Ziemlich oft bergab ging es auch für Anleger am österreichischen Aktienmarkt. Auf 20-Jahressicht schaffte der österreichische MSCI Austria Index immerhin doch noch ein Plus. Schlusslicht war Österreich unter anderem im Jahr 2014. Die Sanktionen gegen Russland belasteten österreichische Banken und Unternehmen, die stark in Russland engagiert sind.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 1,65 Prozent pro Jahr

Platz 16: Italien
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Der MSCI Italy Index gehört im internationalen Vergleich der Sutor Bank ebenfalls zu den Schlusslichtern. Besonders schlecht lief es für den italienischen Aktienmarkt in den Jahren 2010 und 2011 als die europäische Schuldenkrise aufkam.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 3,99 Prozent pro Jahr

Platz 15: Singapur
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Singapur ist ein beliebter Finanzplatz und verfügt über eine beeindruckende Skyline. Besonders hoch hinaus kamen hier Anleger jedoch nicht. Der MSCI Singapore Index gehört zu den schwächsten innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 5,35 Prozent pro Jahr

Platz 14: Belgien
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In der Gesamtwertung kommt Belgiens Aktienmarkt nur auf den vierzehnten Platz. Allerdings holte der MSCI Belgium Index in den vergangenen Jahren deutlich auf. 2014 schlug er alle anderen Indizes mit einem Plus von 37 Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 6,8 Prozent pro Jahr

Platz 13: Frankreich
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Der Aktienmarkt der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schaffte es innerhalb der letzten zwanzig Jahr nicht unter die Top 10 (im Schnitt). Besonders schlecht lief es in den Jahren 2001 (- 18 Prozent) und 2002 (- 33 Prozent). Lutz Neumann von der Sutor Bank betont, dass die Entwicklung eher zufällig erfolgt. Eine belastbare, seriöse Vorhersage sei unmöglich, erklärt die Privatbank.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): + 7,15 Prozent pro Jahr

Platz 12: Norwegen
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Der norwegische Aktienmarkt erlebte einen legendären Boom im Jahr 2009: Der MSCI Norway Index stieg um sagenhafte 81 Prozent. 2014 gehörte er allerdings zu den schwächsten Märkten, mit einem Minus von elf Prozent.

Durchschnittliche Performance (20 Jahre): 7,31 Prozent pro Jahr

In den USA stach bei den Einzelwerten Twitter hervor. Ein vergleichsweise schwaches Nutzerwachstum verschreckte die Anleger, die sich von der Aktie des Kurznachrichtendienstes in Scharen trennten. Sie brach um 14,5 Prozent ein.

US-Staatsanleihen blieben im negativen Terrain, nachdem die Fed das freundlichere Bild von der Wirtschaft gezeichnet hatte. Die zehnjährigen Staatsanleihen verringerten sich um 7/32 auf 98-19/32. Sie rentierten mit 2,29 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 16/32 auf 100-03/32 und hatten eine Rendite von drei Prozent.

  • rtr
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