Börse New York: Firmenbilanzen belasten New Yorker Aktienmärkte

Börse New York
Firmenbilanzen belasten New Yorker Aktienmärkte

Die Anleger in New York reagieren enttäuscht auf Firmenbilanzen und schicken die Wall Street mit Verlusten ins Wochenende. Während vor allem der Paketdienst UPS enttäuschte, konnte Starbucks positiv überraschen.
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New YorkUS-Anleger haben sich aus Enttäuschung über Firmenbilanzen zum Wochenschluss zurückgehalten. Da die Pläne der Europäischen Zentralbank zum massiven Aufkauf von Staatsanleihen nun bekannt seien, konzentrierten sich die Investoren wieder auf Unternehmensnachrichten, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent tiefer auf 17.673 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,6 Prozent auf 2052 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte indes um 0,2 Prozent auf 4757 Stellen vor. Im Wochenvergleich verbesserte sich der Dow um 0,9 Prozent, der S&P um 1,6 Prozent und der Nasdaq um 2,7 Prozent.

Besonders im Fokus stand der Paketdienst UPS, der im Weihnachtsgeschäft weniger verdiente als angenommen. Die Aktien brachen um knapp zehn Prozent ein. Die Anteilsscheine von Konkurrent Fedex gaben rund drei Prozent nach, obwohl das Unternehmen seine Jahresziele bekräftigte.

Dagegen war Starbucks gefragt. Vor allem in Amerika strömten die Kunden während ihrer Weihnachtseinkäufe in die Kaffeehäuser der Kette. Damit hatte der Markt nicht gerechnet. Die Aktien gewannen mehr als sechs Prozent an Wert. Die Papiere des Industriekonzerns General Electric legten knapp ein Prozent zu. Obwohl der Umsatz im Öl- und Gasgeschäft zum Jahresende zurückging, verdiente der Siemens-Rivale im vierten Quartal deutlich mehr.

Um die maue Konjunktur in der Euro-Zone zu beleben, hatte Draghi am Donnerstag eines der größten Anleihe-Kaufprogramme angekündigt, das es jemals gegeben hat. Auch an den anderen Handelsplätzen in Europa ging es am Tag danach steil nach oben: der EuroStoxx50 markierte mit 3412 Punkten zeitweise ein Sechs-Jahres-Hoch.

Die Talfahrt des Euro wird indes immer rasanter. Die Gemeinschaftswährung rutschte bis auf 1,115 Dollar ab und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2003. Immer mehr Anleger wetteten wegen der ultralaxen EZB-Geldpolitik auf eine noch stärkere Abwertung des Euro, erläuterte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Grund dafür sei das mit monatlich 60 Milliarden Euro überraschend hohe Volumen des EZB-Programms zum Ankauf von Staatsanleihen. „Zudem haben die Investoren nun die Gewissheit, dass die EZB einen expansiveren Pfad geht, während die US-Notenbank die Zinsen bald anheben könnte.“

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 21/32 auf 103-26/32. Die Rendite sank auf 1,825 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 1-18/32 auf 112-22/32 und rentierte mit 2,401 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit der im Vergleich zu europäischen Bonds hohen Rendite der langlaufenden Staatspapiere.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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