Börse New York: Freundlicher Schluss an Wall Street

Börse New York
Freundlicher Schluss an Wall Street

Die US-Indizes kommen zum Wochenstart kaum vom Fleck. Im Vorfeld der US-Berichtsaison halten sich viele Anleger noch bedeckt. Die Aktien von General Electric müssen Federn lassen.
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New YorkVor Beginn der US-Bilanzsaison hat die Wall Street freundlich geschlossen. Gespannt warteten Börsianer am Montag auf die Ergebnisse des Aluminiumriesen Alcoa, der nach Handelsschluss traditionell die Berichtssaison einläuten sollte. Eine stützende Wirkung auf die Kurse hat Analysten zufolge die weiterhin sehr lockere Geldpolitik der großen Zentralbanken. "Es ist allein das billige Geld, das die Kurse rund um den Globus derzeit antreibt", sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte nach einem zunächst kaum veränderten Auftakt 0,3 Prozent auf 14.613 Punkte zu. Im Handelsverlauf bewegte sich das Börsenbarometer zwischen 14.497 und 14.613 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,6 Prozent auf 1563 Stellen vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um ebenfalls 0,6 Prozent auf 3222 Zähler. Der Dax schloss am Montag bei dünnen Umsätzen 0,1 Prozent fester bei 7662,64 Zählern, nachdem er am Freitag um zwei Prozent in den Keller gerauscht war.

Besonders wachsam verfolgten die Anleger auch die Entwicklung der Euro-Schuldenkrise. Ihr Blick gilt vor allem Portugal, nachdem das Verfassungsgericht des Landes einige Sparbeschlüsse der Regierung gekippt hat. Die internationalen Geldgeber mahnten Portugal daher, nicht vom Sanierungskurs abzukommen.

Unter den Einzelwerten stachen die Aktien von Lufkin hervor, die 38 Prozent auf rund 88 Dollar zulegten. Der US-Mischkonzern General Electric hat angekündigt, den Maschinenbauer und Ölfeld-Ausrüster für 88,50 Dollar pro Aktie oder 3,3 Milliarden Dollar inklusive Schulden zu übernehmen. Die GE-Aktie verteuerte sich um 0,8 Prozent.

Auf den Verkaufslisten standen die Aktien von Johnson & Johnson mit einem Abschlag von 1,1 Prozent. Zuvor hatte JPMorgan die Dividendenpapiere des Medizintechnik-Unternehmens herabgestuft.

Gegen die allgemeine Markttendenz kletterten die Aktien von Avon um 1,7 Prozent. Mit Stellenstreichungen verschärft der angeschlagene US-Kosmetikkonzern seinen Sparkurs. Avon-Chefin Sheri McCoy kündigte den Abbau von 400 Arbeitsplätzen an und unterstrich damit ihre Entschlossenheit, das Unternehmen aus eigener Kraft in die Erfolgsspur zurückzuführen

An der New York Stock Exchange wechselten rund 580 Millionen Aktien den Besitzer. 2054 Werte legten zu, 930 gaben nach und 119 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,31 Milliarden Aktien 1461 im Plus, 985 im Minus und 121 unverändert.

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