Börse New York
Gedämpfte Stimmung an der Wall Street

Der Konflikt in der Ukraine und die Kämpfe in Nahost haben am Montag die Kurse an den US-Börsen belastet. Zu den großen Verlierern gehören die Aktien von McDonald's, das wegen Gammelfleisch aufgefallen war.
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New YorkDie US-Börsen sind mit Verlusten in die neue Woche gestartet. Investoren hielten sich angesichts der an Schärfe gewinnenden Krisen in der Ukraine und in Nahost zurück. Von Unternehmensseite gab es am Montag zudem wenig Impulse, da die nächste Flut von Geschäftszahlen erst für Dienstag erwartet wurde.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 17.051 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 16.974 und 17.095 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 1973 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,2 Prozent bei 4424 Stellen aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax 1,1 Prozent niedriger bei 9612 Punkten.

Wie in Europa sorgte auch in New York die Lage in der Ukraine für Unruhe. Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeugs am Donnerstag hat sich die Lage zugespitzt. Ebenso drückte der seit zwei Wochen anhaltende Gaza-Konflikt auf die Stimmung der Börsianer. Bei den Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der radikalislamischen Hamas sind mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen.

Zu den Verlierern zählten die Aktien der Fast-Food-Ketten McDonald's und Yum, die 1,5 beziehungsweise 4,2 Prozent nachgaben. Grund war ein Gammelfleischskandal in China. Die Papiere des Zigarettenherstellers R.J. Reynolds verloren 1,1 Prozent. Der Konzern soll einem Gerichtsurteil zufolge der Witwe eines Kettenrauchers mehr als 23 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen.

Gegen den Trend stiegen die Aktien von Halliburton. Sie verteuerten sich um 0,1 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Bohrfeldausrüster hatte einen überraschend hohen Quartalsumsatz ausgewiesen und sein Aktienrückkaufprogramm ausgeweitet. Allergan -Aktien legten gut zwei Prozent zu. Der Botox-Hersteller teilte mit, 1500 seiner rund 11.600 Arbeitsplätze abzubauen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 540 Millionen Aktien den Besitzer. 1111 Werte legten zu, 1913 gaben nach, und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Milliarden Aktien 1025 im Plus, 1664 im Minus und 108 unverändert.

Angesichts der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten waren US-Staatsanleihen als sichere Häfen für Geldanlagen etwas stärker gefragt. An den Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 100-7/32. Sie rentierten mit 2,48 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 17/32 auf 102-3/32 und hatten eine Rendite von 3,26 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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