Börse New York
Gespanntes Warten auf die Fed

Die US-Anleger haben sich am Dienstag zurückgehalten. Alle schauen auf den Ausgang der Fed-Sitzung am Mittwoch. Nicht einmal die deftigen Worte des US-Präsidenten konnten für Schwankungen sorgen.
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New YorkDie New Yorker Börse hat am Dienstag mit leichten Gewinnen geschlossen. In Erwartung neuer Signale zur US-Geldpolitik hielten sich die Anleger jedoch zurück. Es wird erwartet, dass die US-Notenbank Fed am Mittwoch den Startschuss für den Abbau der seit der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz geben wird. Zudem warten Beobachter gespannt darauf, ob sie noch eine Zinserhöhung für 2017 signalisiert. "Aber es gibt immer noch die Möglichkeit einer Überraschung", sagte Investmentstratege Brad McMillan von Commonwealth Financial in Waltham (Massachusetts). „Daher sind die Anleger vorsichtig.“

Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss bei 22.370 Stellen, einem Plus von 0,18 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,1 Prozent auf 6461 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 notierte 0,11 Prozent höher bei 2506 Punkten. In Frankfurt beendet der Dax den Handel nahezu unverändert bei 12.561 Zählern.

Von neuen verbalen Angriffen Donald Trumps auf Nordkorea vor der UN-Vollversammlung ließen sich Investoren nicht aus dem Konzept bringen. Der US-Präsident warnte das Land vor "totaler Zerstörung", wenn Nordkorea die USA bedrohe.

Ins Rampenlicht rückte die US-Mobilfunkbranche. Dem Sender CNBC zufolge nehmen T-Mobile und Sprint einen neuen Anlauf für eine Fusion. Analyst Nick Lyall von der Bank Societe Generale taxierte die Einsparungen bei einem Zusammenschluss auf 48 Milliarden Dollar. Die Aktien der Deutschen Telekom, die CNBC zufolge die Mehrheit an der neuen Firma halten würde, setzten sich daraufhin mit einem Kursplus von 3,1 Prozent an die Spitze des Dax. In New York gewannen T-Mobile 5,8 und Sprint 6,7 Prozent.

Abwärts ging es dagegen für Aktien von Best Buy. Sie stürzten um acht Prozent ab, nachdem der Elektronik-Einzelhändler seine Gewinnerwartungen für das Ende Januar 2021 zu Ende gehende Finanzjahr heruntergeschraubt hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 810 Millionen Aktien den Besitzer. 1497 Werte legten zu, 1376 gaben nach und 184 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,79 Milliarden Aktien 1467 im Plus, 1434 im Minus und 223 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 04/32 auf 100-1/32. Sie rentierten mit 2,2446 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 06/32 auf 98-22/32 und hatten eine Rendite von 2,8144 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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