Börse New York
Gewinne bei Finanzwerten treiben Wall Street an

Positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt und ein Anstieg bei den Verbraucherpreisen geben neuen Stoff für Spekulationen rund um die Zinswende. Netflix wiederum gehörte zu den großen Verlierern des Tages.

New YorkGetrieben von Kursgewinnen bei den Finanzwerten haben sich die US-Börsen am Donnerstag erholt. Händler verwiesen auf die Bilanz der Citigroup. Die drittgrößte US-Bank steigerte dank Einsparungen ihren Gewinn überraschend kräftig. Im Schlepptau der Citigroup verbuchten auch die Aktien von anderen Geldhäusern deutliche Kursaufschläge.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent höher auf 17.141 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte um 1,5 Prozent auf 2023 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,8 Prozent auf 4870 Punkte.

Auch Spekulationen über eine Zinswende doch noch 2015 erhielten neue Nahrung: Positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt und ein Anstieg der Kernrate bei den Verbraucherpreisen signalisieren Experten zufolge eine nahende Anhebung. In der abgelaufenen Wochen stellten nur noch 255.000 Amerikaner einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe - so wenige wie seit 42 Jahren nicht mehr. Zudem stagnierten zwar die Verbraucherpreise im September, weil billigeres Benzin den Anstieg bei Lebensmitteln ausglich. Die sogenannte Kerninflationsrate, die die häufig stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel ausklammert, stieg dagegen auf 1,9 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr.

Bei den Unternehmen standen die Banken im Blickpunkt. Die Papiere der Citigroup gewannen mehr als vier Prozent. Dank Einsparungen steigerte das Kreditinstitut den Quartalsgewinn kräftig. Die Aktien der führenden Investmentbank Goldman Sachs legten drei Prozent zu, obwohl ein schwaches Handelsgeschäft dem Geldhaus im dritten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt hatte. Bank-of-America -Anteilsscheine verteuerten sich um 3,5 Prozent, Morgan-Stanley -Aktien um 3,3 Prozent und JPMorgan -Papiere um 3,2 Prozent.

Zu den Verlierern zählten dagegen Netflix mit einem Abschlag von mehr als acht Prozent. Die Onlinevideothek hat in den USA weniger Kunden als vorhergesagt hinzugewonnen und damit die Anleger enttäuscht.

Gefragt waren dagegen Nike mit einem Plus von 2,3 Prozent. Das Unternehmen erhöht im Konkurrenzkampf mit Adidas das Tempo. In den kommenden fünf Jahren will der weltgrößte Sportartikel-Hersteller noch schneller wachsen als in den vergangenen fünf.

Spekulationen auf weitere Konjunkturhilfen der Europäischen Zentralbank trieben die Börsen in Frankfurt an. Einige Anleger setzten auf zusätzliche Geldspritzen der Frankfurter Währungshüter. Nach zwei Verlusttagen in Folge schloss der Dax 1,5 Prozent höher bei 10.064,80 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg ebenfalls um 1,5 Prozent auf 3238,81 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 2501 Werte legten zu, 573 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,92 Milliarden Aktien 2340 im Plus, 509 im Minus und 117 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 9/32 auf 99-27/32. Die Rendite stieg auf 2,0157 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 15/32 auf 100-8/32 und rentierte mit 2,8624 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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