Börse New York
Gewinnmitnahmen drücken die US-Börsen

Die Wall Street hat im Minus geschlossen. Bereits zum Start war es abwärts gegangen. Die zuvor für viele Anleger zufriedenstellende Berichtsaison hatte mit den Zahlen von IBM und Intel einen Dämpfer erlitten.
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New YorkDie US-Börsen haben sich am Mittwoch nach der Vortagsrally schwächer präsentiert. Einige Anleger nahmen Gewinne mit, andere warteten die weitere Entwicklung in der Bilanzsaison zunächst ab. Zudem enttäuschten die Quartalszahlen der Technologieschwergewichte Intel und IBM.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer auf 13.032 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.027 und 13.114 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,4 Prozent auf 1385 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,4 Prozent niedriger bei 3031 Punkten. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von einem Prozent auf 6732 Punkten aus dem Handel.

Am Dienstag hatten neue Hoffnungen auf eine Beruhigung der europäischen Schuldenkrise und überzeugende Quartalszahlen die Kurse angetrieben. Intel -Aktien gaben rund zwei Prozent nach. Der weltgrößte Chipkonzern stellte bei der Bilanzvorlage zwar in Aussicht, dass das zuletzt schleppende Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr wieder anziehen werde. Allerdings warnte das Unternehmen, dass die Modernisierung der Produktion zeitweise an den Margen nagen werde.

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM konnte zwar mit einem Anstieg des Quartalsgewinns um sieben Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar die Markterwartungen übertreffen. Der bei knapp 25 Milliarden Dollar stagnierende Umsatz enttäuschte aber die Anleger. Die Aktie verlor 3,5 Prozent. Die Halliburton -Aktie legte dagegen 4,6 Prozent zu. Der weltweit zweitgrößte Ölfeld-Dienstleister steigerte seinen Quartalsgewinn dank eines Rekordumsatzes. Auch die Yahoo -Papiere gehörten mit einem Aufschlag von gut drei Prozent zu den Gewinnern. Der schwächelnde Internetpionier sendete ein Lebenszeichen und verzeichnete im abgelaufenen Quartal erstmals seit drei Jahren wieder steigende Umsätze. Auf den Kauflisten standen auch die Anteilsscheine von SXC Health Solutions. Der im Gesundheitswesen tätige Konzern kauft für 4,4 Milliarden Dollar den Rivalen Catalyst Health.

Beide Unternehmen kommen nach eigenen Angaben vom Mittwoch auf einen Jahresumsatz von 13 Milliarden Dollar bei rund 25 Millionen Kunden. SXC übernimmt bestimmte Dienstleistungen im Gesundheitsbereich wie das Aushandeln von Arzneimittelpreisen für seine Kunden. Die SXC-Aktie kletterte rund elf Prozent. Zu den größten Verlierern zählten dagegen die Aktien von Chesapeake Energy mit einem Abschlag von 5,5 Prozent. Hintergrund des Kursverfalls ist Händlern zufolge ein Bericht über große und ungewöhnliche Kredite des Konzernchefs. An der New York Stock Exchange wechselten rund 720 Millionen Aktien den Besitzer. 983 Werte legten zu, 1985 gaben nach und 117 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,58 Milliarden Aktien 744 im Plus, 1733 im Minus und 108 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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