Börse New York: Gewinnmitnahmen ziehen Dow Jones leicht ins Minus

Börse New York
Gewinnmitnahmen ziehen Dow Jones leicht ins Minus

Zunächst hatten Anleger wegen guter Konjunkturdaten auf einen Aufschwung an der New Yorker Börse gesetzt. Die US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 1,7 Prozent. Doch Gewinnmitnahmen ziehen den Index nach unten. Im Handel war vor allem die AIG-Aktie gefragt. Prudential steht dagegen auf der Verkaufsliste.
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HB NEW YORK. Zum Ende eines außergewöhnlich guten Börsen-Septembers haben die Anleger an der Wall Street Kasse gemacht und die Indizes dadurch leicht ins Minus gedrückt. Gute Konjunkturdaten hielten die Abschläge am Donnerstag in Grenzen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach unruhigem Handel 0,4 Prozent schwächer auf 10 788 Punkten.

Im Verlauf pendelte er zwischen 10 745 und 10 948 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 ging um 0,3 Prozent auf 1141 Zähler zurück. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 2368 Punkte. Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 6229 Punkten aus dem Handel.

Auf Monatssicht ergab sich beim Dow ein Plus von 7,7 Prozent, beim S&P von 8,8 Prozent und bei der der Nasdaq von zwölf Prozent. Der Dow verzeichnete damit seinen besten Monat seit Juli 2009, S&P und Nasdaq seit April 2009. Das zurückliegende Quartal war zugleich das beste seit einem Jahr: Der Dow legte 10,4 Prozent zu, der S&P 10,7 Prozent und der Nasdaq 12,3 Prozent.Zu dieser Entwicklung trugen Stabilisierungssignale aus der Wirtschaft bei sowie die Hoffnung, dass die US-Notenbank die Erholung mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen stützt.

Positive Konjunkturdaten trieben die Kurse auch am Donnerstag zu Handelsbeginn an. Die US-Wirtschaft erholte sich etwa im Frühjahr etwas stärker als erwartet. Auch ein starker Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verbreitete Zuversicht. Doch mit zunehmendem Handelsverlauf bot sich ein anderes Bild. Bei den Investoren seien nach der jüngsten Rally Ermüdungszeichen zu erkennen, fasste Larry McMillan, Präsident von McMillan Analysis, die Stimmung zusammen. Viele von ihnen wollten ein paar Gewinne mitnehmen. Dies bekamen vor allem Titel aus der Chipbranche zu spüren, die im zurückliegenden Quartal stark nach vorn marschierten. Mit am stärksten erwischte es die Aktien von SanDisk, die 2,6 Prozent einbüßten.

Deutlich Federn lassen mussten auch die in den USA gelisteten Aktien des britischen Versicherers Prudential. Das Unternehmen kaufte zwei japanische Tochtergesellschaften von AIG für mehr als vier Mrd. Dollar. Die Anteilsscheine von Prudential fielen über vier Prozent.

Für Aufmerksamkeit sorgte der Plan des US-Versicherers AIG, seine 180 Mrd. Dollar schweren Staatshilfen nach und nach zurückzuzahlen. Die Aktien von AIG verteuerten sich um 4,4 Prozent. Nach oben ging es auch für die Titel von Boeing, die 0,9 Prozent zulegten. Der Flugzeugbauer geht von keinerlei Belastungen auf das Jahresergebnis durch die verzögerte Auslieferung des Prestigefliegers 787 aus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,29 Mrd. Aktien den Besitzer. 1511 Werte legten zu, 1455 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,42 Mrd. Aktien 1292 im Plus, 1322 im Minus und 144 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 100-29/32. Sie rentierten mit 2,519 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten 1/32 zu auf 103-11/32 und hatten eine Rendite von 3,687 Prozent.

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