Börse New York
Google und Amazon helfen US-Börsen ins Plus

Positive Analystenkommentare zu Google und Amazon haben für gute Stimmung an der Wall Street gesorgt. Thema war auch das TV-Duell zwischen Clinton und Trump. Zu den Verlierern zählten Energiewerte.

New YorkKursgewinne von Technologie-Aktien haben am Dienstag für gute Stimmung an der Wall Street gesorgt. Auslöser waren positive Analystenkommentare für Schwergewichte wie Google und Amazon. Thema war auch das TV-Duell zwischen den beiden US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump. Damit rückte die Wahl am 8. November nun auch an den Aktienmärkten in den Vordergrund.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.238 und einem Tief von 18.052 Punkten. Er beendete den Handel mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 18.228 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,6 Prozent auf 2159 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,9 Prozent auf 5304 Stellen vor. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent schwächer bei 10.361 Punkten.

Börsianer werteten es als positiv, dass Clinton Blitzumfragen zufolge mit ihrem Auftritt ihre Erfolgschancen verbessern konnte. Die frühere Außenministerin gilt unter Investoren als Vertreterin des Status quo, während Trumps außen- und handelspolitische Ansichten Sorgen um die heimische Wirtschaft schüren.

An der Wall Street standen unter anderem Amazon.com im Rampenlicht, die um gut zwei Prozent auf ein Rekordhoch von mehr als 816 Dollar kletterten. Zuvor hatten die Experten von JPMorgan ihr Kursziel für die Titel angehoben. Sie taten dies auch für die Aktien der Google-Mutter Alphabet und der Online-Videothek Netflix. Alphabet zogen um ein Prozent an, Netflix um 2,7 Prozent.

Zu den Verlierern zählten Energiewerte. Sie büßten im Sog fallender Ölpreise im Schnitt rund 0,5 Prozent ein. US-Rohöl verbilligte sich um drei Prozent auf 44,56 Dollar je Barrel. Zuvor hatten Saudi-Arabien und der Iran Hoffnungen der Ölbranche gedämpft, dass sie sich auf Maßnahmen zur Marktstabilisierung einigen können. Der Irak will nun zwischen den beiden wichtigen Opec-Ländern vermitteln. Die Regierung in Bagdad ließ in ihrem Haushalt für das Jahr 2017 unterdessen durchblicken, dass sie von einer größeren Exportmenge zu einem höheren Barrel-Preis als in den vergangenen Monaten ausgeht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 1751 Werte legten zu, 1235 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 1876 Titel im Plus, 978 im Minus und 156 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 99-15/32. Sie rentierten mit 1,56 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-00/32 auf 99-11/32 und hatten eine Rendite von 2,28 Prozent. Die Märkte reagierten Experten zufolge sensibel auf die Probleme bei der Deutschen Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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