Börse New York
Griechen-Ja treibt auch New Yorker Börsen an

Nicht nur die guten Neuigkeiten für Griechenland freuen die Händler an der Wall Street. Auch die Bilanzsaison verläuft bisher glänzend. Besonders die Citigroup und der Streaming-Dienst Netflix tun sich hervor.
  • 0

New YorkBeflügelt von der Zustimmung des griechischen Parlaments zu Reformschritten hat die Wall Street am Donnerstag zugelegt. Die Mehrheit der griechischen Abgeordneten hatte für die Umsetzung des mit den Euro-Partnern vereinbarten Sparprogramms gestimmt. Damit ist ein drittes Hilfspaket möglich.. Im Gegenzug verschafften Europäische Zentralbank und Europäische Union der Athener Regierung mit weiteren Finanzierungshilfen eine Atempause.

"Damit springen die Börsenampeln in Sachen Griechenland auf Grün", sagte Marktstratege Andreas Paciorek von CMC Markets. Kapital, das bislang an der Seitenlinie parke, werde in den Markt zurückfließen.

Die EZB erhöhte den Rahmen der ELA-Notfallkredite an griechische Banken um 900 Millionen Euro für eine Woche. Zudem einigten sich die EU-Finanzminister nach Angaben von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker darauf, den Fonds EFSM zu nutzen, um Griechenland in den kommenden Wochen vor einem Finanzkollaps zu bewahren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 18.120 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,8 Prozent auf 2124 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich 1,3 Prozent auf 5163 Stellen, ein neuer Schlussrekord.

Bei den Einzelwerten überraschte die US-Onlinevideothek Netflix mit einem großen Kundenzuwachs. Die Aktien sprangen daraufhin rund 18 Prozent in die Höhe.

Ebay -Anteilsscheine legten mehr als drei Prozent zu. Der Internetkonzern profitierte ein letztes Mal von seinem Bezahldienst PayPal, der am Freitag abgespalten wird.

Bei den Banken fiel das Bild gemischt aus. Während Aktien von Citigroup 3,8 Prozent zulegten, gaben die von Goldman Sachs 0,8 Prozent nach. Citi verdient so viel wie seit acht Jahren nicht mehr. Bei Goldman halbierte sich der Gewinn, da die Bank von Altlasten eingeholt wurde.

Eine gesenkte Gewinnprognose brockte Garmin den größten Kurssturz seit mehr als zwei Jahren ein. Die Aktien des US-Navigationsgeräte-Herstellers fielen rund sieben Prozent.

Auch Europas Anlegern fiel nach der Zustimmung des Athener Parlaments zu Reformschritten ein Stein vom Herzen. Der Dax ging 1,5 Prozent höher auf 11.716 Punkten aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 2159 Werte legten zu, 943 gaben nach und 105 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1852 im Plus, 945 im Minus und 155 unverändert.

Die US-Kreditmärkte präsentierten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen traten bei 98-1/32 auf der Stelle. Die Rendite betrug 2,3503 Prozent. Der 30-jährige Bond rückte um 14/32 auf 97-28/32 vor und rentierte mit 3,1089 Prozent. Fed-Chefin Janet Yellen hatte am Donnerstag bekräftigt, dass eine Erhöhung der Leitzinsen in diesem Jahr wahrscheinlich sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Griechen-Ja treibt auch New Yorker Börsen an"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%