Börse New York
Griechen-Referendum lässt US-Börsen taumeln

Auch in den USA sorgt die geplante Volksabstimmung in Griechenland für Schrecken unter den Anlegern. Wieder einmal mussten die Bankenwerte dran glauben. Zudem wird auch immer sorgenvoller in Richtung China geschaut.
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New YorkDie geplante Volksabstimmung in Griechenland über das internationale Hilfspaket hat auch die Wall Street kalt erwischt. Die New Yorker Börsen schlossen am Dienstag mit kräftigen Verlusten. Anleger befürchteten, dass der mühsam ausgehandelte Fahrplan der Euro-Staaten zur Bewältigung der Schuldenkrise in Gefahr gerät.

„Der Markt war auf dieses griechische Referendum nicht vorbereitet, das sich zu einem Killer entwickeln könnte“, sagte Investmentstratege Paul Mendelsohn von Windham Financial Services. Nun könne der gesamte europäische Rettungsplan unter die Räder kommen. Für Druck auf die Kurse sorgten auch neue Wirtschaftsdaten aus China, die die Angst vor einem weltweiten Konjunkturabschwung schürte. So wuchs die chinesische Industrie im Oktober wegen der lahmenden globalen Nachfrage so langsam wie seit Februar 2009 nicht mehr.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel 2,5 Prozent auf 11.657 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11.630 und 11.951 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 2,8 Prozent auf 1218 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,9 Prozent auf 2606 Punkte.

In Frankfurt trieb die neue Unsicherheit über die Griechenland-Krise die Kurse noch tiefer in den Keller. Dort ging der Deutsche Aktienindex (Dax) fünf Prozent schwächer mit 5834 Punkten aus dem Handel.

In den Abwärtssog wurden vor allem Finanzwerte gerissen. Der Kurs von Morgan Stanley brach um acht Prozent ein, der von Bank of America um gut sechs Prozent. Die Titel von JPMorgan verloren 5,9 Prozent. Pfizer begab sich auf Achterbahnfahrt. Die Aktien des Pharmariesen schlossen nach einem schwachen Auftakt moderate 0,3 Prozent im Plus, nachdem der Konzern seine Gewinnprognosen für das Gesamtjahr angehoben hatte.

Die Anteilsscheine von Yahoo gaben um 4,5 Prozent nach. Der Internet-Konzern will mit einem Zukauf sein angeschlagenes Werbegeschäft wieder auf Vordermann bringen. Der US-Internetpionier legt für den Online-Werbespezialisten Interclick nach eigenen Angaben vom Donnerstag 270 Millionen Dollar auf den Tisch. Yahoo hinkt im Internetgeschäft mit Werbebannern seinem Erzrivalen Google immer weiter hinterher und ist mittlerweile selbst zu einem Übernahmekandidaten geworden. Interclick-Papiere sprangen dagegen 21 Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,33 Milliarden Aktien den Besitzer. 446 Werte legten zu, 2578 gaben nach und 51 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Milliarden Aktien 388 im Plus, 2066 im Minus und 80 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse New York: Griechen-Referendum lässt US-Börsen taumeln"

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  • Das eigentliche Kapitel kommt erst noch das mit GR ist nur die Vorspeise, so langsam tauchen am Horizont die wahren Tatsachen auf überall das selbe System ziemlich ausgepowert,ohne Substanz sich versuchend mit allen Mittel zu verhindern was da auf uns zukommt. Was kommt als nächstes ? Ich nehme mal an wenn das Fernsehprogramm auf Filme zurückgreift die einen heroisch Kampf nach den anderen zeigen uns vorführen wie in schwerer Zeit Entscheidungen getroffen werden die noch vor kurzer Zeit nicht relevant waren. Dann ist es sehr sicher das wir alle in einer sehr kleinen Nussschale in schweres Wasser geraten sind.

  • Da stimmt doch was ganz gewaltig nicht....wie kann ein europäischer Zwerg wie Griechenland stellvertretend durch einen Herrn Papandreou die US-Märkte ins Taumeln bringen?
    Wahrscheinlich wurde dem einfachen Volk in der Vergangenheit "völliger Blödsinn" erzählt!?

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