Börse New York
Griechischer Schuldenstreit drückt Gewinne

Am Dienstag herrschte an der Wall Street Ernüchterung. Der Streit um Griechenlands Schulden drückte die US-Börsen in die Verlustzone. Modefirma Urban Outfitters überraschte allerdings mit starken Zahlen.
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New YorkEuropas anhaltender Schuldenstreit mit Griechenland und der Höhenflug des Dollar haben am Dienstag die US-Börsen ins Minus getrieben. Die drei wichtigsten New Yorker Indizes gaben jeweils mehr als eineinhalb Prozent nach. Investoren fürchteten, dass die Ungewissheit über die finanzielle Zukunft Griechenlands die ganze Euro-Zone belasten könnte, hieß es an der Wall Street. Die Entwicklung der US-Währung wurde am Markt zudem als drohendes Problem für international aufgestellte Großkonzerne gewertet. Der starke Dollar könnte die Gewinne der Exportunternehmen schmälern, sagten Experten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,9 Prozent schwächer auf seinem Tagestief von 17.662 Punkten. Im Verlauf hatte das Börsenbarometer ein Hoch von 17.989 Punkten erreicht. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,7 Prozent auf 2044 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 1,7 Prozent auf 4859 Stellen ein. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 0,7 Prozent leichter auf einem Stand von 11.500 Punkten aus dem Handel. Den Aktienmärkten in Europa setzten Gewinnmitnahmen im Sog des schwachen Euro zu.

US-Rohöl verbilligte sich um 2,5 Prozent auf 48,75 Dollar je Barrel. Die Aktien des Energiekonzerns ConocoPhillips gaben daraufhin 1,8 Prozent nach.

In New York im Blickpunkt standen aber auch die Papiere von Barnes & Noble. Der Buchhändler büßte im Quartal an Umsatz ein. Die Aktien gaben mehr als zehn Prozent nach.

Dagegen schossen die Anteilsscheine von Urban Outfitters mehr als elf Prozent in die Höhe. Die Modekette verkaufte im vierten Quartal mehr als am Markt erwartet worden war.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 852 Millionen Aktien den Besitzer. 835 Werte legten zu, 2256 gaben nach, und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 664 Titel im Plus, 2078 im Minus und 120 unverändert.

US-Staatsanleihen waren vor dem Hintergrund der neuen EZB-Bond-Käufe gefragt. Die Geldschwemme der Europäische Zentralbank (EZB) drückte die Renditen für europäische Bonds auf Rekordtiefs, was die US-Anleihen an Attraktivität gewinnen ließ. So stiegen die zehnjährigen Papiere um 19/32 auf 98-28/32. Sie rentierten mit 2,13 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-16/32 auf 95-15/32 und hatten eine Rendite von 2,72 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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