Börse New York: Gute Job-Daten und Finanzwerte stützen US-Börsen

Börse New York
Gute Job-Daten und Finanzwerte stützen US-Börsen

Die Wall Street hat uneinheitlich geschlossen. Gute Zahlen vom Arbeitsmarkt haben die Stimmung aufgehellt. Für einige Einzelwerte ging es aber trotzdem bergab. Auf den Verkaufslisten standen mehrere US-Unternehmen.
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New YorkStarke Zahlen vom Arbeitsmarkt und deutliche Kursgewinne bei Finanzwerten haben die Wall Street am Donnerstag gestützt. Sorgen bereitete aber nach wie vor die Schuldenkrise in Europa, auch wenn Frankreich bei der Ausgabe von Anleihen auf ein großes Interesse von Investoren stieß.

Die US-Privatwirtschaft schuf im Dezember so viele Stellen wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Ihre Zahl stieg um 325.000. Erwartet wurden lediglich 178.000. Experten werteten die Zahlen als weiteren Hinweis, dass die US-Wirtschaft auf dem Weg der Erholung ist. Kurz vor dem Jahreswechsel stellten zudem weniger Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging nach einem schwachen Auftakt kaum verändert bei 12.415 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12.283 und 12.435 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,3 Prozent auf 1281 Stellen vor. Der Nasdaq -Index gewann 0,8 Prozent auf 2670 Zähler. Der Euro geriet wegen der US-Daten weiter unter Druck und fiel unter 1,28 Dollar. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 6096 Punkten.

Zu den Gewinnern bei den Einzelwerten zählten die Aktien von Finanzwerten. Die Dividendenpapiere von Citigroup und Wells Fargo rückten um jeweils mehr als Prozent vor. Papiere der Bank of America sprangen 8,6 Prozent in die Höhe. „Aus den Arbeitsmarktdaten kann man schließen, dass sich die Konjunktur bessert. Das bedeutet für die Banken, dass sie mehr Kredite vergeben und damit höhere Gewinne verbuchen“, sagte James Dunigan von PNC Wealth Management in Philadelphia.

Die Anteilsscheine des Pharmaherstellers Eli Lilly standen dagegen auf den Verkaufslisten. Die Papiere verloren rund ein Prozent, weil der Konzern in diesem Jahr mit deutlich weniger Gewinn als von Analysten prognostiziert rechnet. Eli Lilly macht zu schaffen, dass der Patentschutz für sein wichtiges Schizophrenie-Medikament Zyprexa ausgelaufen ist. Das Unternehmen muss sich nun der Konkurrenz durch Nachahmerpräparate stellen.

Immer schwieriger wird die Lage für den früheren Fotopionier Eastman Kodak. Einem Zeitungsbericht zufolge bereitet sich das Unternehmen auf ein Insolvenzverfahren vor, falls der Verkauf von Patenten scheitert. Die Papiere büßten mehr als zehn Prozent ein und sind nur noch 42 Cent wert.

Boeing -Papiere verbilligten sich um gut ein Prozent, nachdem der Flugzeugbauer sein Auslieferungsziel für 2011 knapp verfehlt hatte.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien der größten US-Buchhandelskette Barnes & Noble mit einem Minus von 17 Prozent. Da die Geschäfte mit dem elektronischem Lesegerät Nook unerwartet schlecht laufen, kürzte das Unternehmen seine Geschäftsprognosen und schloss eine Abspaltung seiner Digital-Sparte nicht mehr aus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1824 Werte legten zu, 1178 gaben nach und 87 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 1525 im Plus, 969 im Minus und 115 unverändert.

Die US-Staatsanleihen haben am Donnerstag nachgegeben. Die zehnjährigen Staatsanleihen sanken um 6/32 auf 100-1/32. Sie rentierten mit 1,998 Prozent. Die 30-jährigen Bonds ermäßigten sich um 19/32 auf 101-10/32 und hatten eine Rendite von 3,058 Prozent. Kreditmarkthändler begründeten die Abschläge mit unerwartet guten Arbeitsmarktdaten.

Die US-Privatwirtschaft schuf im Dezember so viele Stellen wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Ihre Zahl stieg um 325.000. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich ein Plus von 178.000 erwartet. Experten werteten die Zahlen als weiteren Hinweis, dass die US-Wirtschaft auf dem Weg der Erholung ist.

Kurz vor dem Jahreswechsel stellten zudem weniger Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe. Bei einem Konjunkturaufschwung setzen Händler in der Regel verstärkt auf riskantere Anlagen wie Aktien und steigen aus den als sicher geltenden Anleihen aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Finanzwerte stützen US-Börsen" und in Europa stürzen gleichzeitig alle Finanzwerte ins bodenlose. Womit sich doch mal wieder zeigt dass die USA Europa schon lange den Finanzkrieg erklärt hat. Die USA schüren durch Leerverkäufe europäischer Bankaktien die Panik und anstatt Europa das Gleiche mit amerikanischen Bankenaktien macht, lassen sich alle von dieser Panik anstecken und spielen somit den USA in die Hände. Die USA und im Besonderen deren Banken stehen bei weitem nicht besser da als die europäischen Institute. Daher verstehe ich diese phlegmatische (wie ein Kaninchen vor dem Fuchs)Haltung der Europäischen Investoren nicht.

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