Börse New York
Haushaltspatt lässt US-Indizes in den Keller rutschen

Der weiterhin ungelöste Haushaltsstreit in den USA und das näher rückende Erreichen der Schuldengrenze drücken am Montag die Wall Street ins Minus. Die Angst der Investoren nimmt zu.
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New YorkDer weiterhin ungelöste Haushaltsstreit in den USA und das näher rückende Erreichen der Schuldengrenze haben am Montag die Wall Street belastet. "Die Angst der Investoren nimmt zu, dass die Politiker die nahende Frist für die Schuldengrenze genauso schlecht in den Griff bekommen wie den Haushaltsnotstand", sagte Direktor Andre Bakhos von Janlyn Capital. Angesichts der schlechten Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern machten sich alle Anleger nur noch wenig Hoffnung und dies spiegelten die schwachen Aktienmärkte wider.

Es gibt bisher keine Anzeichen für Kompromissbereitschaft. Auch am Montag blieben zahlreiche Bundeseinrichtungen geschlossen. Der Kongress hatte sich bis zum Anfang des neuen Haushaltsjahres am 1. Oktober nicht auf einen Übergangsetat geeinigt. Zudem wird die Regierung irgendwann nach dem 17. Oktober wegen der Schuldengrenze nicht mehr in der Lage sein, neue Verbindlichkeiten aufzunehmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer auf 14.936 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 14.920 und 15.069 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,9 Prozent auf 1676 Zähler und setzte damit seine seit zwei Wochen andauernde Talfahrt fort. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ließ ein Prozent auf 3770 Punkte Federn. In Frankfurt schloss der Dax 0,4 Prozent tiefer auf 8591 Zählern.

Bei den Einzelwerten stachen die in New York notierten BlackBerry -Papiere hervor. Der kanadische Smartphone-Pionier, der sich selbst zum Verkauf gestellt hat, befindet sich Kreisen zufolge in Verhandlungen mit SAP, Google und Cisco. Die Aktie stieg um 3,6 Prozent.

Für Boeing hingegen ging es abwärts. Die Aktie büßte 0,4 Prozent ein. Airbus brach mit einem Milliarden-Auftrag die Vormachtstellung des Erzrivalen Boeing in Japan.

Daneben stand noch der Reifenhersteller Tire & Rubber im Mittelpunkt. Bei der Übernahme durch den indischen Konkurrenten Apollo Tyres gibt es Unstimmigkeiten. Die Aktie fiel um knapp 13 Prozent.

Abgestraft wurden auch die Aktien von Time Warner Cable. Die Anteilsscheine verbilligten sich um 1,6 Prozent, nachdem der Kabelnetzbetreiber den Kauf des Glasfaser-Netzwerkbetreibers DukeNet Communications für 600 Millionen Dollar in bar angekündigt hatte.

Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen dagegen Apple. Die Dividendenpapiere des iPhone-Herstellers rückten um rund ein Prozent vor. Ein Broker hatte zuvor die Aktie hochgestuft und das Kursziel erhöht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 633 Werte legten zu, 2377 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,45 Milliarden Aktien 658 im Plus, 1884 im Minus und 100 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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