Börse New York: Haushaltsstreit drückt die Stimmung

Börse New York
Haushaltsstreit drückt die Stimmung

Wenig Hoffnung am Heiligabend: Die Anleger an der Wall Street schauten sorgenvoll auf die Meldungen zum US-Haushaltsstreit. Die Indizes gaben nach. Zu den Verlierern gehörte auch Google.
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New YorkDer US-Haushaltsstreit setzt der Wall Street weiter zu: Die schwindende Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts belastete auch am Heiligabend in New York den Handel. Die Investoren würden die Möglichkeit eines Scheiterns der Verhandlungen als realistisch einschätzen, sagte Andre Bakhos von Lek Securities in New York.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 13.139 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.128 und 13.190 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1426 Punkten, ein Abschlag von 0,2 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent und ging mit 3012 Punkten aus dem Handel. Am Heiligabend war die Wall Street lediglich einen halben Tag geöffnet. In Europa gingen die wenigen geöffneten Aktienmärkte in einem dünnen Handel mit einem leichten Minus in die Weihnachtsferien.

Wenige Tage vor Ende des Jahres schwinden die Hoffnungen auf eine Lösung des erbitterten Etatstreits. Der unabhängige Senator Joe Lieberman sagte am Sonntag dem Sender CNN, zum ersten Mal sei der Sturz von der sogenannten Haushaltsklippe wahrscheinlicher als eine Beilegung des Streites. Ohne Einigung setzen zum Jahreswechsel automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen ein, die die USA in die Rezession stürzen könnten.

Aktien von Google wurden mit einem Minus von 0,9 gehandelt. Der Internet-Konzern will einem Zeitungsbericht zufolge mit einem eigens entwickelten Mobiltelefon dem iPhone von Apple Konkurrenz machen. Zusammen mit dem jüngst übernommenen Handy-Hersteller Motorola arbeite Google derzeit an einem neuen Gerät unter dem Arbeitstitel "X Phone", berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag unter Berufung auf Insider.

Aktien von Yum Brands kletterten 1,8 Prozent. Investoren reagierten erleichtert auf eine Entscheidung der Lebensmittelbehörde in Shanghai: Diese hatte erklärt, bei den Hühnchen der Tochter Kentucky Fried Chicken seien Antibiotika und Steroide lediglich im Rahmen des gesetzlich Zulässigen gefunden worden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 280 Millionen Aktien den Besitzer. 1177 Werte legten zu, 1742 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 610 Millionen Aktien 908 im Plus, 1507 im Minus und 120 unverändert.

 

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