Börse New York
Hellas-Krise drückt die Stimmung an Wall Street

Das Gezerre um Griechenlands Zukunft belastet die US-Aktienmärkte. Dow Jones & Co. schloss am Dienstag im Minus. Sollte keine Einigung zwischen Athen und den Geldgebern zustande kommen, steht das Land vor der Pleite.
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New YorkDie griechische Schuldenkrise hat am Dienstag für Verunsicherung an den US-Börsen gesorgt. Die Hängepartie bei den Verhandlungen um die Auflagen für neue Finanzspritzen verunsicherte die Anleger. Der Dow-Jones-Index schloss bei 18.011 Punkten 0,2 Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 17.925 und 18.091 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 2109 Zählern 0,1 Prozent tiefer aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls etwa 0,1 Prozent und schloss bei 5076 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 11.328 Punkten und damit einem Minus von 0,9 Prozent aus dem Handel gegangen.

Griechenland steht im Schuldenstreit mit seinen Gläubigern unter Zeitdruck: Am Freitag wird eine Tilgung von rund 300 Millionen Euro an den IWF fällig. Insgesamt muss Athen im Juni rund 1,6 Milliarden Euro an den Fonds überweisen, im Juli und August stehen 6,7 Milliarden Euro für die EZB an. Unter Experten gilt es als gewiss, dass die Regierung ohne neue Hilfen spätestens dann pleite ist.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien von Fiat Chrysler um 0,8 Prozent nach. Der Autobauer hat mehreren Insidern zufolge die Einführung oder Modernisierung von mindestens einem Dutzend Modellen in Nordamerika verschoben.

Die Dividendenpapiere von Dollar General stiegen um fast drei Prozent, nachdem die Warenhauskette für das Quartal unerwartet hohe Umsätze ausgewiesen hatte.

Die Anteilscheine von Zions Bancorp legten um 6,7 Prozent zu. Zuvor hatte das Geldhaus eine Umstrukturierung bekanntgegeben.

Unter Verkaufsdruck standen die Papiere von Delta Airlines, weil die US-Fluggesellschaft einen Rückgang der durchschnittlichen Erträge pro Passagier voraussagte. Außerdem machten mehrere Bombendrohungen gegen US-Flieger die Investoren nervös. Delta verloren 2,6 Prozent.

Die Auftragsflaute der US-Industrie und maue Konsumdaten machen eine frühe Zinswende in den Vereinigten Staaten immer unwahrscheinlicher. Die Unternehmen erhielten im April 0,4 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat. Die Daten enttäuschten Experten, die zumindest mit stagnierenden Aufträgen gerechnet hatten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 727 Millionen Aktien den Besitzer. 1648 Werte legten zu, 1385 gaben nach und 144 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1594 im Plus, 1149 im Minus und 146 unverändert.

Die US-Staatsanleihen folgten ihren europäischen Vorgängern in Minus. Die zehnjährigen Papiere fielen um 22/32 auf 98-24/32. Sie rentierten mit 2,27 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1-20/32 auf 99-21/32 und hatten eine Rendite von 3,02 Prozent. .

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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