Börse New York
Höheres Verbrauchervertrauen stärkt Wall Street

Mit wenig Volumen startete die Wall Street in den nachweihnachtlichen Handel. Dank dem gestiegenen Verbrauchervertrauen hat die Wall Street leicht zugelegt. Die Umsätze des Einzelhändlers Sears enttäuschen die Anleger.
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New YorkDie Wall Street hat am Dienstag bei geringen Umsätzen kaum verändert geschlossen. Auf die positiven US-Verbraucherdaten regierten die Börsianer im nachweihnachtlichen Handel unentschieden. Dabei lässt die verbesserte Stimmung im Hinblick auf Job-Chancen nach Meinung von Analysten auf eine Erholung des Arbeitsmarkts hoffen. „Wieder einmal scheint es bei den Daten in die richtige Richtung zu gehen“, sagte Andrew Wilkinson von Miller Tabak & Co in New York. Allerdings zeigten Anleger bei dünnen Umsätzen wenig Neigung, große Risiken einzugehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab minimal auf 12.291 Punkte nach. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.269 und 12.328 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index blieb bei 1265 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 auf 2625 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 5889 Zählern aus dem Handel.

Das Verbrauchervertrauen in den USA hellte sich im Dezember überraschend deutlich auf. Der Index stieg auf 64,5 Punkte von revidiert 55,2 Zählern im November. Es ist der höchste Wert seit April, nachdem das Barometer im Oktober noch auf den niedrigsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren gefallen war. Analysten hatten im Schnitt für Dezember nur mit 58,3 Punkten gerechnet.

Vor Weihnachten hatten Daten signalisiert, dass die Erholung der US-Wirtschaft möglicherweise schneller vorankommt als noch vor wenigen Wochen erwartet. Diese Hoffnungen hatten der Wall Street eine kleine vorweihnachtliche Rally beschert, die den S&P 500 gegenüber dem Jahresanfang minimal ins Plus hievte. Einen kleinen Dämpfer erhielt der Konjunktur-Optimismus: Die Hauspreise fielen dem S&P/Case-Shiller-Index zufolge im Oktober deutlicher als erwartet. Händler warnten daher vor einer Überbewertung der Rally, da viele der Probleme, die dem Markt 2011 zugesetzt haben, noch immer nicht gelöst seien. „Bevor die Freude zu groß wird, sei daran erinnert, dass der relativ gute Ausblick für 2012 nur eine kurze Atempause von einer erhöhten Markvolatilität darstellt“, sagte Jim Strugger von MKM Partners.

Unter den Einzelwerten standen unter anderem die Titel der Kaufhauskette Sears im Blickpunkt. Nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft will der Einzelhandelskonzern 100 bis 120 Geschäfte schließen. Besonders der Umsatz mit Heimelektronik sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Anleger zeigten sich äußerst enttäuscht über diese Nachricht und schickten die Aktien 27 Prozent ins Minus.

Die Aktien der Bank of America gaben um 2,1 Prozent nach. Das Institut erwägt Kreisen zufolge den Verkauf weiterer Vermögenswerte, um seine Kapitalbasis zu stärken. Das Geldhaus hänge derzeit seinen Rivalen bei der Erfüllung neuer Kapitalvorschriften hinterher, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der US-Lebensversicherer MetLife kündigte an, sich aus dem Bankgeschäft zurückziehen zu wollen. Die 7,5 Milliarden Dollar Einlagen der MetLife Bank wolle die Finanzsparte von General Electric übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Zu finanziellen Details machten die Konzerne keine Angaben. Die Aktie von MetLife gewann 0,3 Prozent.

Zu den Verlierern gehörten die Aktien des US-Technologie-Dienstleisters Computer Sciences mit einem Minus von neun Prozent. Das Unternehmen zog seine Jahresziele 2012 zurück, weil ein wichtiger Vertrag mit dem britischen Gesundheitssystem NHS in der Schwebe hängt. Die Titel des auf Immobilien für den Gesundheitssektor spezialisierten Unternehmens Cogdell Spencer schossen dagegen um gut 8,7 Prozent in die Höhe, nachdem der Rivale Ventas die Übernahme des Konzerns bekanntgab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 490 Millionen Aktien den Besitzer. 1513 Werte legten zu, 1441 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 960 Millionen Aktien 1253 im Plus, 1310 im Minus und 116 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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