Börse New York
Hoffen auf Krisen-Eindämmung treibt Wall Street an

Eine Eskalation in der Ukraine-Krise scheint weniger wahrscheinlich - das verhalf der Wall Street zu einem Plus. Eine Übernahmeofferte treibt die Aktie des Bananenkonzerns Chiquita um 31 Prozent die Höhe.
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New YorkHoffnungen auf eine Eindämmung der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten haben der Wall Street zum Wochenstart Auftrieb gegeben. "Zumindest bis auf weiteres scheint die Situation in der Ukraine einigermaßen unter Kontrolle", sagte Anlagestratege Eric Teal von First Citizens Bancshares. Zudem habe die Irak-Krise trotz andauernder Kämpfe eine eher begrenzte Auswirkung auf die Rohstoffmärkte.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.569 Punkten 0,1 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.557 und 16.627 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1936 Zählern knapp 0,3 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent und schloss bei 4401 Punkten. In Frankfurt war der Dax mit 9180 Punkten und damit einem Plus von 1,9 Prozent aus dem Handel gegangen.

Die russische Regierung hatte am Freitagabend die Übungen der Streitkräfte nahe der Grenze zur Ost-Ukraine für beendet erklärt. Das hatte der Wall Street bereits zum Wochenschluss deutlich Auftrieb gegeben. Allerdings stufte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Montag die Wahrscheinlichkeit einer russischen Invasion in der Ostukraine als sehr hoch ein. Eine gewisse Entspannung gab es ferner im Gazastreifen. Eine von der radikalislamischen Hamas und Israel ausgerufene Feuerpause hatte zunächst Bestand.

Unter den US-Einzelwerten ragten Chiquita Brands International heraus, die rund 30 Prozent in die Höhe schossen. Der Bananenhändler sieht sich mit einer Übernahmeofferte des Saftherstellers Cutrale und des brasilianischen Finanzinvestors Safra Group konfrontiert.

MannKind zogen fast fünf Prozent an. Das Pharmaunternehmen hat eine umfangreiche Lizenzvereinbarung mit dem französischen Branchenriesen Sanofi vereinbart.

Ebenfalls steil nach oben ging der Kurs von Kinder Morgan, der knapp neun Prozent zulegte. Der Betreiber von Öl- und Gaspipelines will seine börsennotierten Sparten unter einem Dach bündeln. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von 70 Milliarden Dollar. Das Management kommt damit Investoren entgegen, die sich um die Wachstumsaussichten sorgen und die Finanzstruktur des Konzerns für zu kompliziert halten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 593 Millionen Aktien den Besitzer. 2234 Werte legten zu, 798 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,52 Milliarden Aktien 1973 im Plus, 731 im Minus und 121 unverändert.

Auch bei den US-Staatsanleihen stand die Hoffnung auf eine politischen Entspannung im Fokus. Die zehnjährigen Papiere fielen um 2/32 auf 100-21/32. Sie rentierten mit 2,42 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 6/32 auf 102-20/32 und hatten eine Rendite von 3,23 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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