Börse New York
Hoffen auf Krisenende treibt Wall Street an

Die US-Anleger hoffen auf eine Einigung im Streit zwischen Griechenland und seinen Gläubigern - sie setzen auf einen Durchbruch der Gespräche. Die wichtigsten Indizes schlossen mit einem Plus.
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New YorkHoffnungen auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit haben am Montag die US-Börsen nach oben getrieben. Auch in Europa setzten die Anleger auf einen Durchbruch. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem lobte die Vorlage neuer Reformvorschläge aus Athen als wichtigen Schritt. Für eine eingehende Bewertung sei aber mehr Zeit nötig. Am Abend berieten die Staats- und Regierungschefs auf einem Sondergipfel über das Thema. Mit einer endgültigen Entscheidung wurde nicht gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent im Plus bei 18.119 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 18.027 und 18.181 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 0,6 Prozent auf 2122 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,7 Prozent auf 5153 Stellen zu und schloss auf einem neuen Rekordhoch.

Bei den Einzelwerten standen Aktien des Pipeline-Betreibers Williams Companies im Mittelpunkt des Interesses. Sie schossen 26 Prozent in die Höhe. Der US-Gasversorger Energy Transfer Equity (ETE) hatte eine 48 Milliarden Dollar schwere Offerte für Williams abgegeben. ETE-Papiere verloren knapp fünf Prozent. Aktien des US-Krankenversicherers Cigna kletterten 4,8 Prozent. Konkurrent Anthem gab ein Übernahmeangebot in Höhe von 47 Milliarden Dollar ab, das von Cigna jedoch als unangemessen abgelehnt wurde.

An den europäischen Börsen lösten die Erwartungen eines Durchbruchs in der Griechenland-Krise ein wahres Kursfeuerwerk aus. Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 3,8 Prozent bei 11.460,50 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 gewann 4,2 Prozent auf 3.601,88 Zähler.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte den Geldgebern am Wochenende eine neue Reformliste vorgelegt, die von der Euro-Gruppe positiv bewertet wurde. Die Athener Regierung feilscht seit Monaten mit ihren Gläubigern um die Bedingungen für weitere Finanzspritzen. Ohne Einigung droht dem Mittelmeer-Anrainer binnen Tagen die Pleite.

„Zum ersten Mal seit Monaten hat man das Gefühl, dass sich die zuversichtlichen Stimmen aus Griechenland auch tatsächlich mit denen der Geldgeber decken“, sagte Andreas Paciorek, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. „Nach dem monatelangen Hin und Her gibt es also nun Licht am Ende eines langen Tunnels.“

An der New York Stock Exchange wechselten rund 710 Millionen Aktien den Besitzer. 1835 Werte legten zu, 1236 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,61 Milliarden Aktien 1819 im Plus, 988 im Minus und 127 unverändert.

Angesichts des Optimismus in der Griechenland-Krise verbilligten sich die US-Anleihen. Die zehnjährigen Bonds gaben 31/32 auf 97-26/32 nach. Sie rentierten mit 2,3761 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 2-4/32 auf 96-26/32 und hatten eine Rendite von 3,1664 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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