Börse New York
Hoffnung auf gute Berichtssaison stützt US-Börsen

Die Anleger setzen auf das Fusionsfieber nach guten Quartalszahlen in der kommenden Woche. Daher schlossen die amerikanischen Börsen im Plus.
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New YorkDie US-Börsen haben sich am Mittwoch behauptet. Die Hoffnung auf starke Unternehmenszahlen in der kommenden Woche hob die Stimmung der Anleger. Die Berichtssaison werde gut gefüllte Kassen von Großunternehmen zutage bringen, sagte Robert Pavlik, Chef-Marktstratege bei Banyan Partners. Daher setze der Markt auf weitere Fusionen im Stil des Zusammengehens von den US-Chipherstellern Texas Instruments und National Semiconductor.

Gedämpft wurde die gute Laune von Sorgen wegen der Krisenherde in der Welt und der Schuldenkrise in Portugal und Griechenland. Insgesamt blieb der Handel mangels wichtiger Nachrichten recht dünn. Vor Beginn der Berichtssaison rechnen Anleger auch nicht mehr mit einer Belebung des Geschehens.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit Aufschlägen von 0,3 Prozent auf 12.426 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 12.386 und 12.450 Stellen.

Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,2 Prozent auf 1335 Zähler zu.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2799 Punkte.

Der Dax in Frankfurt war mit einem Plus von knapp 0,6 Prozent auf 7215 Stellen aus dem Handel gegangen.

In Deutschland stand die Commerzbank mit der geplanten Rückzahlung von Staatshilfen im Mittelpunkt des Börsengeschehens. Auch zwei Tage nach dem verkündeten Zusammenschluss interessierten die Aktien der Chip-Konzerne Texas Instruments und National Semiconductor. Texas-Instruments-Papiere stiegen um 0,5 Prozent.

Im Blickpunkt der Händler lagen auch die Börsenbetreiber selbst. Die Nyse Euronext erwägt Unternehmenskreisen zufolge keine Gegenofferte für den Rivalen Nasdaq. Die Nasdaq versucht derzeit mit einem Gebot für die Nyse, einen Zusammenschluss des führenden Wall-Street-Betreibers mit der Deutschen Börse zu verhindern. Nyse-Aktien notierten 2,1 Prozent im Plus, Nasdaq-Papiere legten 3,0 Prozent zu.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Cisco-Papiere. Anleger begrüßten die offenen Worte des langjährigen und renommierten Cisco-Chefs John Chambers, der schwere Versäumnisse des Managements eingestand. Die Aktien stiegen um 4,9 Prozent.

Für Monsanto-Papiere ging es trotz eines guten Quartalsergebnisses 5,7 Prozent abwärts. Der Gewinn stieg wegen der kräftigen Nachfrage nach Saatgut- und Pflanzenbiotech-Produkten um 15 Prozent. Anleger waren jedoch enttäuscht, dass der Agrochemiekonzern seine Jahresprognose nicht anhob.

Verluste verzeichneten auch die Anteilsscheine des Modekonzerns American Apparel, die 2,4 Prozent nachgaben. Die Kette steht kurz vor Pleite. Ein Sprecher beteuerte, das Unternehmen suche nicht nach einem Investor.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 880 Millionen Aktien des Besitzer.

1690 Werte legten zu, 1270 gaben nach und 127 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 1520 Werte im Plus, 1094 im Minus und 108 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 100-20/32. Sie rentierten mit 3,555 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 52/32 auf 102-15/32 nach und rentierten mit 4,601 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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