Börse New York
Hoffnung im US-Haushaltsstreit treibt US-Börsen

Der US-Haushaltsstreit ist die größte Sorge der Investoren. Dass sich beide Seiten etwas näher kommen belohnt die Börse mit Gewinnen. Gefragt sind vor allem die Werte der Baumarktkette Lowe's.
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New YorkHoffnungen auf eine Einigung im Haushaltsstreit der USA haben den Börsen in New York am Montag deutliche Gewinne beschert. Der Dow Jones Industrial verzeichnete mit plus 1,65 Prozent auf 12.795,96 Punkte den größten Tagesgewinn seit zweieinhalb Monaten. In der Vorwoche hatten Sorgen um ein Stolpern der US-Wirtschaft über die „Fiskalklippe“ den weltweit bekanntesten Aktienindex noch 1,77 Prozent gekostet.

Für den marktbreiten S&P 500-Index ging es zum Wochenauftakt um 1,99 Prozent auf 1.386,89 Punkte hoch. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite Index um 2,21 Prozent auf 2.916,07 Punkte, der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 2,43 Prozent auf 2.595,83 Punkte.

US-Präsident Barack Obama und andere Politiker hatten sich zuversichtlich zum Streit um Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen geäußert. Das macht Börsianern zufolge Hoffnung auf eine rechtzeitige Einigung mit dem Kongress. Zuletzt hatten die Börsen wegen der Sorgen um die politischen Streitigkeiten noch deutlich nachgegeben.

Tagessieger im Dow waren die Aktien der Bank of America mit plus 4,06 Prozent auf 9,49 US-Dollar. Börsianer verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar, der den Papieren nach oben geholfen habe. Zum Wochenauftakt legten alle 30 Werte in dem Leitindex zu. Die geringsten Gewinne verbuchten Titel von Johnson & Johnson mit plus 0,09 Prozent trotz einer Zulassung für das Krebsmittel Zytiga.

Nach Zahlen sprangen die Aktien von Lowe's um 6,19 Prozent auf 33,96 Dollar hoch. Der Einzelhändler hatte die Analystenschätzungen im dritten Quartal beim bereinigten Ergebnis je Aktie übertroffen und die Gesamtjahresgewinnprognose bestätigt. Ebenfalls von besser als erwarteten Zahlen und zusätzlich beflügelt von der Ankündigung einer Sonderdividende gewannen Tyson Foods sogar 10,90 Prozent.

Auch Übernahmepläne rücken wieder in den Fokus. Cisco Systems kauft den Cloud-Spezialisten Meraki für 1,2 Milliarden Dollar. Der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster will davon profitieren, dass immer mehr Smartphones und Tablet-Computer auch am Arbeitsplatz sicher in Firmen-Netze integriert werden müssen. Die Aktie verteuerte sich zuletzt an der Nasdaq um 1,73 Prozent auf 18,30 Dollar. Die Anteile an Best Buy schlossen unverändert bei 13,75 Dollar. Dabei ist laut „New York Post“ das Management des Elektronik-Einzelhändlers nun wohl offen für ein Übernahmeangebot von Gründer Richard Schulze.

Im Technologiesektor verteuerten sich Papiere von Schwergewicht Apple um 7,21 Prozent auf 565,73 Dollar. Merrill Lynch hatte das Kursziel für die Aktien des Computer- und Smartphoneherstellers zwar von 820 auf 780 Dollar gesenkt, traut den Papieren damit aber rund 40 Prozent Kurspotenzial zu. Indes verabschiedet sich einer der mächtigsten Manager der Technologiebranche: Intel-Chef Paul Otellini hört im Mai auf. Die Aktien des Chipbauers gewannen 0,30 Prozent.

Der Eurokurs etablierte sich im New Yorker Handel über 1,28 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2762 (Freitag: 1,2745) Dollar festgesetzt. Richtungweisende zehnjährige Anleihen fielen um 9/32 Punkte auf 100 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,611 Prozent.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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