Börse New York
IBM enttäuscht die Wall Street

In dieser Woche legen 130 Konzerne aus dem S&P 500 ihre Quartalsbilanzen vor. Am Montag sorgt IBM für den ersten Flop – die Aktien des IT-Riesen brechen ein. Doch zum Handelsschluss liegen alle Indizes im Plus.
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New YorkDie US-Aktienmärkte haben zum Wochenstart zugelegt. Zwar drückten schwache Quartalzahlen von IBM auf die Stimmung. Andere Unternehmen überraschten aber positiv und sorgten damit für Kauflaune.

"Einige der Sorgen aus der Vorwoche haben sich gelegt", sagte Jack Albin, Anlagestratege bei der BMO Private Bank in Chicago. "Je mehr sich die Leute auf die fundamentalen Werte, auf Umsätze und Gewinne konzentrieren, desto mehr Aktien haben Aufwärtspotenzial."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent fester mit 16.399 Punkten nahezu auf Tageshoch. Im Verlauf war er zwischen 16.260 und 16.401 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,9 Prozent auf 1904 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,4 Prozent auf 4316 Stellen. Der Deutsche Aktienindex Dax hatte 1,5 Prozent auf 8717,76 Punkte nachgegeben. Die Angst vor einem Konjunktureinbruch hole Anleger in Europa wieder ein, hatte es geheißen.

Bei IBM wurden Investoren von einer unerwartet schwachen Geschäftsentwicklung im Quartal verschreckt. Zudem gibt IBM sein defizitäres Halbleitergeschäft an den Auftrags-Chipfertiger Globalfoundries ab - und zahlt dafür eine Mitgift von 1,5 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor 7,1 Prozent.

Berichtssaison als Lackmustest für die Wall Street

Experten sehen die angelaufene Berichtssaison in den USA als Lackmustest für die Bewertungen am Aktienmarkt. Zwar habe IBM die Erwartungen verfehlt, andere Unternehmen hätten allerdings besser abgeschnitten als gedacht, sagte ein Börsianer. Sollte die Berichtssaison insgesamt solide verlaufen, könnten die Konjunktursorgen der Investoren nachlassen.

Bedenken in puncto Wirtschaftswachstum hatten den Aktienmarkt in den vergangenen Wochen stark belastet. Zudem behalten die Investoren die US-Notenbank im Blick. Die Fed dürfte Ende Oktober das Ende ihrer milliardenschweren, zur Unterstützung der Konjunktur initiierten Anleihekäufe beschließen.

„Es gibt keinen Grund, die Käufe Ende Oktober nicht zu beenden“, hatte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas, Richard Fisher, am Montag dem Fernsehsender CNBC gesagt. „Die Lage der US-Wirtschaft bessert sich“. Die jüngsten Marktturbulenzen hätten an dem Ausblick nichts geändert.

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