Börse New York
IBM und Netflix belasten die Wall Street

Die aktuelle Bilanzsaison zeigte laut Börsianern die Wachstumsschwäche der Firmen – und belastete die New Yorker Börse. Online-Videothek Netflix und IT-Riese IBM sorgten am Dienstag für Enttäuschung an der Wall Street.

New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag durchwachsene Quartalsberichte verdaut und keine klare Richtung gefunden. Während die Zahlen der Schwergewichte Goldman Sachs und Johnson & Johnson besser ausfielen als erwartet, sorgten IBM und Netflix für Enttäuschungen. Als Stütze des Marktes erwiesen sich anziehende Ölpreise.

Börsianern zufolge zeigt die aktuelle Bilanzsaison, dass die Firmen keine großen Bäume ausreißen. "Die Unternehmen haben mehr oder weniger das vorgelegt, was wir erwartet haben", sagte Analystin Kim Forrest vom Anlageberater Fort Pitt Capital. "Das belegt unsere These, dass es ein weiteres Jahr mit schwachem Wachstum ist."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent höher aus dem Handel mit rund 18.054 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg ebenfalls 0,3 Prozent auf knapp 2101 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen 0,4 Prozent auf 4940 Stellen. In Frankfurt kletterte der Dax um 2,3 Prozent auf fast 10.350 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie in diesem Jahr.

An der Wall Street überzeugte der Pharmakonzern Johnson & Johnson die Anleger mit einer optimistischeren Geschäftsprognose. Die Investoren honorierten dies und katapultierten die Aktie zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch.

Goldman Sachs drehten nach anfänglichen Kursverlusten ins Plus und lagen 2,3 Prozent höher. Die Bank blieb zwar von den Börsenturbulenzen zu Jahresbeginn nicht verschont und wies einen Gewinneinbruch aus. Aber das Ergebnis lag über den Erwartungen von Experten. Auch andere Banktitel legten zu.

Zu den Gewinnern zählten ferner Energietitel im Sog der steigenden Ölpreise. Der Sektor legte 1,9 Prozent zu.

Auf den Verkaufslisten stand dagegen die Online-Videothek Netflix, die 13 Prozent an Börsenwert einbüßte. Das für seine Serien wie "House of Cards" bekannte Unternehmen rechnet fürs laufende Quartal mit weniger neuen Abonnenten als Analysten.

IBM -Aktien verloren 5,6 Prozent, nachdem der weltgrößte IT-Dienstleister seinen geringsten Quartalsumsatz seit 14 Jahren bekanntgegeben hatte.

An der New Yorker Börse wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 2119 Werte legten zu, 904 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 1529 im Plus, 1297 im Minus und 160 unverändert.

An den US-Kreditmärkten hielten sich die Anleger zurück, auch in der Erwartung des Notenbank-Treffens kommende Woche. Die zehnjährigen Staatsanleihen sanken 5/32 auf 98-17/32. Sie rentierten mit 1,79 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 8/32 auf 97-31/32 und hatten eine Rendite von knapp 2,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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