Börse New York: Industrie und Anstieg der Ölpreise stützen Wall Street

Börse New York
Industrie und Anstieg der Ölpreise stützen Wall Street

Die US-Industrie sorgte für Zuversicht an der Wall Street. Und auch die Erholung der Ölpreise im Handelsverlauf am Donnerstag hob die Stimmung unter den Händlern. Die Börse hat mit Gewinnen geschlossen.

New YorkDie US-Börsen haben am Donnerstag mit Gewinnen geschlossen. Für Zuversicht auf dem Parkett sorgten zunächst Zahlen aus der US-Industrie, die im Januar deutlich mehr Aufträge an Land ziehen konnte als von Ökonomen erwartet.

Die Aufmerksamkeit der Investoren richtete sich auch auf die Ölmärkte: Wegen des anhaltenden Preisverfalls fürchten Experten eine Pleitewelle in der Ölbranche mit negativen Folgen für die Banken. Diese Sorge dominierte lange das Aktiengeschäft. Doch ein Anstieg der Ölpreise im Handelsverlauf beruhigte schließlich die Nerven der Anleger und trieb die Börsenbarometer nach oben.

So pendelte der Dow-Jones-Index im Verlauf zwischen einem Hoch von 16.697 und einem Tief von 16.458 Punkten. Er schloss 1,3 Prozent fester auf 16.697 Stellen. Der breiter gefasste S&P legte 1,1 Prozent auf 1951 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,9 Prozent auf 4582 Punkte.

In Frankfurt hatte sich der Dax zuvor 1,8 Prozent fester auf einem Stand von 9331 Punkten aus dem Handel verabschiedet. US-Rohöl wurde zuletzt zu 33,03 Dollar je Barrel und damit 2,7 Prozent höher gehandelt.

Am Aktienmarkt waren vor allem Finanzwerten gefragt. So schlossen die Papiere von Citigroup 1,4 Prozent fester, die von Bank of America stiegen um 1,6 Prozent.

Bei den Einzelwerten stachen Salesforce.com hervor. Die Papiere des SAP-Rivalen verteuerten sich um elf Prozent. Das Unternehmen hob nach einem unerwartet hohen Umsatz die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an.

Auch Domino's Pizza traf den Geschmack der Anleger, die Aktien legten satte 13 Prozent zu. Das Unternehmen profitierte von niedrigeren Käse-Preisen und der Treue seiner Kunden trotz einer Rabattschlacht von Rivalen wie Pizza Hut.

Die Anteilsscheine des Drucker- und PC-Herstellers HP Inc gaben dagegen 4,4 Prozent nach. Der Computerkonzern musste im ersten Geschäftsquartal nach der Aufspaltung Abstriche machen. In den drei Monaten bis Ende Januar schrumpften die Erlöse wegen schwächelnder Verkäufe von Druckern und anderer Hardware.

Das Silicon-Valley-Urgestein Hewlett-Packard hatte sich im November aufgespalten in der Hoffnung, seinen Sparten einzeln zu höherem Wachstum verhelfen zu können. Das Geschäft mit PCs und Druckern wird bei HP Inc. weitergeführt. Die Dienstleistungen für Unternehmen wurden in die neue Gesellschaft Hewlett Packard Enterprises abgetrennt, die am 3. März ihre Quartalszahlen vorlegen will.

Aktien von Einrichtungshäusern gerieten mit schlechten Nachrichten von Restoration Hardware unter Druck. Das Unternehmen hatte mit seinen vorläufigen Gewinnkennziffern die Erwartungen derart enttäuscht, dass die Papiere etwas mehr als ein Viertel an Wert verloren. Die Anteilsscheine des Wettbewerbers Williams-Sonoma sackten um 6,09 Prozent ab.

Der Eurokurs zog im US-Handel zeitweise bis auf 1,10449 US-Dollar an und wurde zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,1026 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1027 (Mittwoch: 1,0981) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9069 (0,9107) Euro. Am US-Rentenmarkt stiegen richtungsweisende zehnjährige Staatsanleihen um 15/32 Punkte auf 99 11/32 Punkte und rentierten mit 1,70 Prozent.An der New York Stock Exchange wechselten rund 952 Millionen Aktien den Besitzer. 2265 Werte legten zu, 784 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 1,7 Milliarden Aktien 1684 Titel im Plus, 1074 im Minus und 150 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen um 10/32 auf 90-08/32. Sie rentierten mit 1,7054 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 11/32 auf 98-09/32 und hatten eine Rendite von 2,5812 Prozent. Die als besonders sicher geltenden Anleihen waren vor allem gefragt, als sich der Ölpreis noch im Rückwärtsgang befand und Sorgen um die Konjunktur schürte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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