Börse New York
Internetaktien schieben die Wall Street ins Plus

Nach anfänglichen Verlusten schlossen die US-Börsen mit einem Plus. Der Nasdaq gewann 0,9 Prozent. Wie in Europa agieren aber auch US-Anleger nach den Hochs in den vergangenen Wochen zurückhaltend. AstraZeneca brach ein.
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New YorkDie Wall Street ist mit Kursgewinnen in die Woche gestartet. Internet- und Biotech-Aktien verhalfen am Montag vor allem der technologielastigen Nasdaq ins Plus. Außerdem stützten relativ niedrige Renditen am Anleihenmarkt die Aktienbörsen. Anleger engagierten sich hier weiterhin mangels attraktiver Alternativen. "Das verhindert vielleicht einen Rückgang, der am Aktienmarkt schon etwas überfällig ist", sagte Stephen Massocca von Wedbush Equity Management.

Allerdings bleiben viele Anleger vorsichtig. Denn die Stärke der Konjunkturerholung ist ungewiss. "Wir bekommen weiter gemischte Hinweise auf die Wirtschaftsentwicklung", sagte Anlagestratege Tim Ghriskey von Solaris Group. Noch fehle der eindeutige Beleg dafür, dass das Wachstum so kräftig anziehe, wie der Markt bereits vorweggenommen habe, ergänzte Kollege Mark Luschini von Janney Montgomery Scott.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf knapp 16.512 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 16.442 und 16.526 Stellen gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 rückte 0,4 Prozent vor auf 1885 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,9 Prozent auf fast 4126 Stellen zu. In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent fester aus dem Handel auf 9659,39 Punkten.

Übernahmepläne im Blick

An der Wall Street sorgten Neuigkeiten zu Übernahmevorhaben für kräftige Kursbewegungen. Die in den USA gehandelten Aktien der britischen AstraZeneca brachen um zwölf Prozent ein. Der Arzneimittelhersteller lehnte auch das auf über 117 Milliarden Dollar aufgestockte Angebot des US-Rivalen Pfizer ab. Damit steht die größte Fusion in der Geschichte der Pharma-Branche womöglich vor dem Aus. Pfizer-Papiere verteuerten sich dagegen um 0,5 Prozent.

Auf der Verkaufsliste standen Anteilsscheine von AT&T, die ein Prozent abrutschten. Der US-Mobilfunker übernimmt für knapp 50 Milliarden Dollar den führenden US-Bezahlfernsehsender DirecTV. Dessen Kurs gab 1,8 Prozent nach.

Um 2,3 Prozent abwärts ging mit den Aktien von Campbell Soup. Der weltgrößte Suppenhersteller senkte seine Umsatzerwartung für das laufende Geschäftsjahr.

An der Nasdaq stiegen die Papiere der Online-Videothek Netflix um 4,2 Prozent und die von Vertex Pharma um 3,4 Prozent.

An der New Yorker Börse wechselten rund 0,58 Milliarden Aktien den Besitzer. 1960 Werte legten zu, 1063 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,58 Milliarden Aktien 1822 im Plus, 813 im Minus und 106 unverändert.

Die Kurse an den US-Kreditmärkten gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 99-20/32. Die Rendite betrug 2,54 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 27/32 auf 99-22/32 vor und rentierte mit 3,39 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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