Börse New York
Job-Daten geben New Yorker Börsen Auftrieb

Angetrieben von erfreulichen Arbeitsmarktdaten für den Monat September – es wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet – haben die US-Börsen am Mittwoch mit einem dicken Plus eröffnet. Besonders Ralph Lauren legte zu.

New YorkBesser als erwartete Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen am Mittwoch angetrieben. Die US-Firmen schufen im September nach Angaben des privaten Arbeitsvermittlers ADP 200.000 neue Stellen nach 186.000 im August. Experten hatten aktuell mit lediglich 194.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent höher auf 16.284 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 1,9 Prozent auf 1920 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 2,3 Prozent auf 4620 Stellen. Im Monatsvergleich ließ der Dow 1,5 Prozent Federn, der S&P 2,6 Prozent und die Nasdaq 3,3 Prozent. Im Quartal ergab sich für den Dow ein Abschlag von 7,6 Prozent, für den S&P ein Minus von 6,9 Prozent und die Nasdaq ein Rückgang von 7,4 Prozent.

Nach den ADP-Daten blicken Fachleute nun mit Spannung auf die am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten für Privatwirtschaft und Staat. Die Zahlen gelten als besonders wichtig, weil die US-Notenbank (Fed) vor der ersten Zinserhöhung seit Jahren weitere Fortschritte am Arbeitsmarkt sehen möchte. Peter Cardillo, Chefvolkswirt bei Rockwell Global Capital, sagte, die ADP-Daten stünden mit der Entwicklung der vergangenen Monate im Einklang. "Die Zinsanhebung ist nur noch eine Frage der Zeit", führte Cardillo aus. "Ich glaube allerdings nicht, dass es schon im Oktober so weit sein wird."

Enttäuschend fiel dagegen der Konjunkturindex für den Großraum Chicago aus. Er signalisierte überraschend ein Schrumpfen des Verarbeitenden Gewerbes der für die US-Konjunktur wichtigen Region im Mittleren Westen.

Unter den Einzelwerten legten Papiere von Ralph Lauren 13,6 Prozent zu. Der gleichnamige Unternehmenschef tritt von der Spitze des von ihm vor knapp einem halben Jahrhundert gegründeten Mode-Konzerns zurück. Sein Nachfolger wird Stefan Larsson von der Marke Old Navy des Rivalen GAP.

Zu den Gewinnern zählten auch Western Digital mit einem Kursaufschlag von 15,3 Prozent. Zuvor war bekanntgeworden, dass die eine Tochtergesellschaften der staatlichen Tsinghua Holdings 15 Prozent an dem Hersteller von Festplattenlaufwerken erwerben und 3,78 Milliarden Dollar investieren will.

Ebenfalls gefragt waren Synaptics mit einem Plus von 27 Prozent. Der Hersteller von Touchpads hat der Agentur Bloomberg zufolge eine Offerte einer chinesischen Investment-Gesellschaft über knapp vier Milliarden Dollar zurückgewiesen.

Twitter -Scheine sprangen mehr als fünf Prozent in die Höhe. Mitbegründer Jack Dorsey wird einem Medienbericht zufolge den Kurznachrichtendienst nun doch dauerhaft führen. Seine Ernennung könne bereits am Donnerstag erfolgen, schreibt die Website für Technologie-Nachrichten Re/code.

Angeführt von Kursgewinnen der Automobilwerte machten die europäischen Aktienbörsen am Mittwoch Boden gut. Der Dax stieg um 2,2 Prozent auf 9660,44 Punkte. Dies bewahrt ihn aber nicht vor einer schlechten Monatsbilanz: Mit 5,8 Prozent ist es der größte September-Verlust seit der Pleite von Lehman Brothers im Jahr 2008. Der EuroStoxx50 gewann 2,3 Prozent, liegt damit aber ebenfalls noch gut fünf Prozent niedriger als zum Vormonatsschluss. "Vielleicht sind heute auch einige Schnäppchenjäger unterwegs, die ihre Monatsbilanz ein wenig aufhellen wollen", sagte ein Händler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,23 Milliarden Aktien den Besitzer. 2338 Werte legten zu, 761 gaben nach und 109 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,37 Milliarden Aktien 2063 im Plus, 782 im Minus und 146 unverändert.

Die US-Kreditmärkte zeigten sich uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 2/32 auf 99-19/32. Die Rendite sank auf 2,0438 Prozent. Der 30-jährige Bond verlor 5/32 auf 100-9/32 und rentierte mit 2,8608 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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