Börse New York
Job-Daten geben US-Börsen Auftrieb

Starke Daten vom Arbeitsmarkt und die Aussicht auf eine Abschwächung der Bankenregulierung haben der Wall Street am Freitag Auftrieb gegeben. Der Dow Jones schaffte es wieder über die 20.000er Marke.
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New YorkStarke Jobdaten und die Aussicht auf eine Abschwächung der Bankenregulierung haben der Wall Street am Freitag Auftrieb gegeben. Der Dow Jones kletterte wieder über die Marke von 20.000 Punkten und näherte sich seinem Rekordhoch. Erfreut zeigten sich Anleger über den Arbeitsmarktbericht für Januar. Demnach schuf die US-Wirtschaft mehr Stellen als erwartet. Wegen des schwachen Lohnwachstums dürfte die US-Notenbank (Fed) aber vorsichtig sein mit einer Zinserhöhung bereits im März, sagte Allianz-Wirtschaftsberater Mohamed El-Erian.

Letztlich legte der Dow um 0,94 Prozent auf 20 071,46 Punkte zu. Auf Wochensicht ergab sich wegen der Kursverluste der vergangenen Tage aber dennoch ein kleines Minus von 0,1 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,73 Prozent auf 2297,42 Punkte. Der Nasdaq 100 rückte um 0,27 Prozent auf 5161,60 Punkte vor. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent höher bei 11.651 Punkten.

Zu den Gewinnern an der Wall Street zählten insbesondere Bankenwerte. Sie profitierten davon, dass US-Präsident Donald Trump eine Entschärfung der sogenannten Dodd-Frank-Reform zur Bankenregulierung prüfen lassen will. Das käme dem Finanzmarkt insgesamt zugute, weil die bisherigen Beschränkungen deutlich höhere Kosten für die großen Banken und Handelshäuser bedeuteten, sagte Marktstratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter Boston Private Wealth. Citigroup legten 3,1 Prozent zu, Bank of America 2,4 Prozent, Goldman Sachs 4,2 Prozent und JPMorgan 2,8 Prozent.

Visa -Papiere zogen 5,1 Prozent an. Der Kreditkartenanbieter übertraf mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen. Der weltgrößte Online-Händler Amazon und der Actionkamera-Hersteller GoPro enttäuschten mit ihren Berichten zum Weihnachtsgeschäft. Auch die Ziele beider Unternehmen für das laufende Quartal sorgten für lange Gesichter. Während die zuletzt gut gelaufenen Amazon-Titel um 3,5 Prozent absackten, mussten die Anteilseigner von GoPro sogar einen Kurseinbruch von mehr als 12 Prozent verkraften.

Dagegen erfreute Amgen mit einem überraschend starken Schlussquartal 2016 und positiven Studienergebnissen zum Cholesterin-Medikament Repatha. Im laufenden Jahr will der Biotech-Konzern zudem Umsatz und Gewinn weiter steigern. Die Aktien gewannen 5 Prozent.

Von einem besser als erwartet ausgefallenen Jahresausklang berichtete auch der Kreditkartenkonzern Visa. Dies honorierten die Anleger mit einem Plus von 4,6 Prozent und machten die Visa-Aktien damit zum Spitzenreiter im Dow. Die Konkurrenten Mastercard und American Express hatten mit ihren Quartalsresultaten jüngst enttäuscht.Der Kurs der Kaufhauskette Macy's schoss um 5,6 Prozent nach oben. Insiderinformationen zufolge ist die Kaufhof-Mutter Hudson's Bay an einer Übernahme interessiert.

Auf der Verliererseite standen auch Deckers Outdoor, die fast 17 Prozent einbrachen. Der Schuhhersteller enttäuschte die Anleger mit seiner Umsatzprognose.

Der Kurs des Euro konnte im US-Handel seinen Vorsprung aus dem späten europäischen Geschäft nicht ganz halten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0780 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0741 (Donnerstag: 1,0808) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9310 (0,9252) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 95 30/32 Punkte und rentierten mit 2,47 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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