Börse New York
Jobdaten sorgen für Kursgewinne an der Wall Street

Überraschend gute Arbeitsmarktdaten haben an der Wall Street für Kursgewinne gesorgt. 179.000 Stellen schuf der Privatsektor – mehr als ursprünglich erwartet. Über Umwegen half das auch den Aktien von Banken.

Überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt und ein kräftiger Ölpreis-Anstieg haben der Wall Street am Mittwoch zu Kursgewinnen verholfen. Dem Arbeitsvermittler ADP zufolge schuf der US-Privatsektor im Juli 179.000 Stellen, womit eine Zinserhöhung in diesem Jahr näher rückt. Das half den Aktien von Banken, die durch die jahrelange Niedrigzinspolitik unter Druck sind. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten werden am Freitag erwartet.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 18.355 Punkte aus dem Handel. Der breiter aufgestellte S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 2163 Zähler. Der Nasdaq-Index kletterte um 0,4 Prozent auf 5159 Stellen. In Frankfurt war der Dax mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 10.170 Punkte aus dem Handel gegangen.

Der Ölpreis stieg um fast vier Prozent auf 41,08 Dollar je Fass (159 Liter). Zwar waren nach Angaben des US-Energieministeriums die Rohölbestände in der vergangenen Woche gestiegen, doch gingen die Benzinbestände überraschend zurück. Von dem steigenden Ölpreis profitierten Energiekonzerne wie Chevron, deren Aktien ein Prozent zulegten.

Bei den Einzeltiteln standen Aktien von Time Warner im Mittelpunkt. Der Gewinnrückgang des Medienkonzerns fiel geringer als von Anlegern befürchtet aus. Die Aktie stieg um 2,7 Prozent. Im Dow waren wie schon am Vortag die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer mit minus 3,02 Prozent der schwächste Wert.

Ein starkes Neugeschäft und gesunkene Kosten bescherten dem größten US-Versicherer American International Group ein Gewinnplus und trieben so den Kurs um mehr als sieben Prozent in die Höhe.

Bei den Finanztiteln konnte vor allem die Bank of America von der guten Stimmung profitieren. Ihre Papiere stiegen um 2,5 Prozent, während es bei JPMorgan Chase 1,6 Prozent und Goldman Sachs 1,5 Prozent waren.

Für die Anteile des Autobauers Fiat Chrysler ging es um 8,88 Prozent hoch. Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung ist Kreisen zufolge an Teilen des Fiat-Autozulieferers Magneti Marelli interessiert. Am Vortag hatten die Papiere des italienisch-amerikanischen Konzerns wegen enttäuschend ausgefallener Absatzzahlen noch stark verloren.

Fitbit sorgte ebenfalls für Feierlaune bei seinen Anlegern. Der Hersteller von Fitness-Bändern hatte mit seinen jüngsten Gewinnkennziffern die Erwartungen übertroffen. Die Papiere schnellten um 13,45 Prozent auf 14,93 US-Dollar hoch. Vor einem Jahr hatten sie allerdings noch gut 52 Dollar gekostet.

Twitter-Aktien legten um 7,25 Prozent zu. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach ein Großaktionär ein Übernahmeangebot für den Kurznachrichtendienst vorlegen könnte.

Der Euro-Kurs bröckelte im US-Handel weiter ab und blieb damit deutlich unter 1,12 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1149 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1200 (Dienstag: 1,1193) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete somit 0,8929 (0,8934) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 900 Millionen Aktien den Besitzer. 2015 Werte legten zu, 964 gaben nach, und 114 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 1862 im Plus, 972 im Minus und 143 unverändert.

Am Anleihenmarkt hielten sich Anleger vor Veröffentlichung der offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag zurück. Die zehnjährigen US-Staatspapiere sanken um 2/32 auf 100-23/32. Die Rendite lag bei 1,548 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gingen um 7/32 auf 104-12/32 zurück und rentierten mit 2,296 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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