Börse New York
JP Morgen und Citi im Blick

Mit Blick auf die Berichtssaison haben sich die Anleger an der Wall Street zurückgehalten. Nach Gewinnen im frühen Handel, fielen die führenden Indizes wieder. Die Titel von JP Morgan und Citi standen besonders im Fokus.
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New YorkMit Blick auf die an Fahrt aufnehmende Berichtssaison haben sich die Anleger an der Wall Street am Donnerstag zurückgehalten. Nach neuen Rekordständen im frühen Handel ließen die führenden US-Indizes im späten Handel Federn.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer bei 22.841 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2550 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,2 Prozent auf 6591 Punkte. Nach einer langen Gewinn-Serie sei eine Verschnaufpause durchaus in Ordnung, sagte ein Händler.

Im Fokus standen die Quartalsergebnisse der Großbanken JP Morgan und Citigroup. Erstere profitierte von den steigenden Zinsen in den USA und einer stärkeren Kreditvergabe und wies einen um sieben Prozent gewachsenen Milliardengewinn aus. Citi half dagegen vor allem ein Einmaleffekt und Kostensenkungen. Die Titel von JP Morgan und Citi fanden zunächst keine klare Richtung. Später sanken JPMorgan knapp ein Prozent und Citigroup um 3,4 Prozent.

Diverse US-Banken hatten bereits im Sommer vor einem mauen Handelsgeschäft gewarnt. Am Freitag öffnen Bank of America and Wells Fargo ihre Bücher.

AT&T-Aktien brachen 6,1 Prozent ein. Hohe Instandsetzungskosten nach den Wirbelstürmen in den USA und dem Erdbeben in Mexiko hinterließen in der Bilanz des Mobilfunkanbieters tiefe Spuren.

Zu den Verlierern zählte auch Disney mit einem Kursminus von 1,6 Prozent. Die Analysten von Guggenheim hatten ihre Kaufempfehlung kassiert und die Aktien auf „neutral“ heruntergestuft.

Viacom-Papiere sackten um 2,5 Prozent ab und erreichten zwischenzeitlich den niedrigsten Stand seit mehr als acht Jahren. Der Medienkonzern hatte mitgeteilt, dass die Kunden des Kabelnetzbetreibers Charter Communications möglicherweise bald auf die Viacom-Sender MTV, Comedy Central und Nickelodeon verzichten müssen. Denn beide Seiten hätten sich bislang nicht über eine Verlängerung des am 15. Oktober auslaufenden Sendevertrags einigen können, hieß es.

In Frankfurt knackte der Dax nach mehreren vergeblichen Anläufen am Donnerstagnachmittag zwar erstmals die 13.000-Punkte-Marke. Doch Euphorie hat er damit bei den Anlegern nicht ausgelöst. „Die politischen Krisen sind ja nicht alle auf einmal verschwunden“, sagte ein Händler.

Zudem fürchten einige, die Rally sei übertrieben. Viele Experten rechneten aber damit, dass die gut laufenden Geschäfte der großen Unternehmen den deutschen Leitindex noch weiter in die Höhe hieven werden. Mit rund 12.983 Punkten schloss der Dax unter dem zeitweise aufgestellten neuen Rekord von 13.002 Zählern und mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent. Der EuroStoxx50 kam ebenfalls kaum vom Fleck.

Belastet von robusten US-Konjunkturdaten stand der Kurs des Euro am Donnerstag auch im US-Handel etwas unter Druck. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1832 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1856 US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8435 Euro gekostet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 790 Millionen Aktien den Besitzer. 1511 Werte legten zu, 1356 gaben nach und 185 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von zwei Milliarden Aktien 1221 im Plus, 1680 im Minus und 212 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 99-11/32. Die Rendite sank auf 2,327 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 12/32 auf 97-28/32 und rentierte mit 2,857 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit einer starken Nachfrage nach Staatspapieren bei einer milliardenschweren Bond-Auktion durch das US-Finanzministerium.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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